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Mitgliederversammlung des Sportbundes Rhein-Kreis wieder in Präsenz

Mitgliederversammlung des KSB : „Sporträume sind Integrationsräume“

LSB-Präsident Stefan Klett richtet bei der Mitgliederversammlung des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss ernsten Appell an die Politik.

Klar, die Corona-Pandemie hat mit Lockdown, Hygienevorschriften und Abstandsregeln auch dem Sportbund Rhein-Kreis Neuss schwer zugesetzt, doch von Krisenstimmung mag Hermann-Josef Baaken trotzdem nichts wissen. Gerade weil der KSB auf dem Angebotsmarkt digital immer konsequent vertreten gewesen sei, „sind die Zahlen im Aus- und Fortbildungsbereich weiterhin gut“, führte der Vorsitzende in seinem Geschäftsbericht zufrieden aus.

Auch bei den Mitgliederzahlen ist die Tendenz positiv: Der Kreissportbund vertritt aktuell wieder mehr als 115.000 in rund 350 Sportvereinen organisierte Mitglieder und Mitgliederinnen – etwa 1500 mehr als im Vorjahr. Was die leisten, weiß Kreissportausschuss-Vorsitzender Andreas Buchartz mit eindrucksvollen Zahlen zu belegen. Er hat ermittelt, „dass im Rhein-Kreis pro 100 Menschen 54 ehrenamtlich tätig sind – davon 22 Prozent im Sport. Würden die dabei anfallenden Arbeitsstunden bezahlt werden, müsste man dafür im Jahr rund 519 Millionen Euro aufwenden.“

Auch darum appelliert Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, an die Politik, bei der Unterbringung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, schnellstmöglich Alternativen zu Turnhallen zu finden. Denn: „Tausende Menschen mit Zuwanderungsgeschichte haben in Deutschland über den Sport eine neue Heimat gefunden. Sporträume sind Integrationsräume.“ Besonders zu beeindrucken wusste Hergen Fröhlich bei seiner ersten Mitgliederversammlung als KSB-Geschäftsführer der von Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs moderierte Live- (Sport-) Podcast „Die Jugend von heute ...“ mit Venka Koglin, Vorsitzende der Sportjugend, und Anna Kämmerling, die beim Glehner Turnverein gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr (FJZ) ableistet. „Das war ein sehr motivierender Austausch – mit dem aus der Versammlung heraus schönen Blitzlicht: ,Jugend ist wichtig!‘“ Mit dem gleichen Elan ging es danach auch in die auf der Tagesordnung stehende Wahl: Den bislang vakanten Posten des Stellvertretenden Vorsitzenden für Aus- und Fortbildung (zuvor Florian Uhde) übernimmt Michael Thoeren. Der Lehrer am Erzbischöflichen Berufskolleg in Neuss weise, so Fröhlich „eine gute Sportbiografie auf.“ Er spielt mit den Herren 30 der DJK Holzbüttgen in der Tennis-Verbandsliga, im Sommer ist er vor allem fürs Kitesurfen und im Winter fürs Skifahren zu haben. Der Naturliebhaber weiß aber auch einen Kanutrip durch einen der vielen stillen Seen Schwedens zu schätzen.

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Die am Institut für Soziologie und Genderforschung der Deutschen Sporthhochschule Köln beschäftigte Wissenschaftlerin Lisa Steffny kümmert sich im KSB zukünftig als von der Mitgliedschaft bestätigte Beauftragte um „Grundsätze der guten Verbandsführung.“ Fröhlich erklärt: „Sie soll auf Missstände hinweisen, wenn nötig, ihren Finger in die Wunde legen.“