In Krefeld steigt zum zweiten Mal das Final Four um die Deutsche Meisterschaft im Hockey.

Am Wochenende beim CHTC : Deutschlands größtes Hockeyevent

Am Wochenende steigt an der Hüttenallee zum zweiten Mal das Final Four um die Deutsche Meisterschaft im Hockey. Freitag steht das Abschiedsspiel für zwei CHTC-Clublegenden und ein Konzert an. Der Vorverkauf läuft hervorragend.

Es ist eines der größten Sportereignisse in Krefeld in diesem Jahr. Schon jetzt ist sicher: Über 8000 Besucher werden am Samstag und Sonntag beim Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft im Feldhockey zugegen sein. Rund 3600 Tickets sind, bei einer Tribünenkapazität von 4680 Zuschauern, für den Samstag abgesetzt. „Für den Sonntag gibt es noch Karten. Aber das gute Wetter, das sich den Vorhersagen gemäß auch für das Wochenende halten soll, zeigt sich deutlich. In den vergangenen Tagen hat die Kartennachfrage deutlich angezogen. Es empfiehlt sich tatsächlich, den Vorverkauf zu nutzen. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass es an der Tageskasse keine Karten mehr für den Endspieltag gibt“, sagt CHTC-Clubmanager Robert Haake.

Sportlich gesehen ist Krefeld vor allem im Damenteam des Düsseldorfer HC gut vertreten. In Nationalspielerin Selin Oruz und den Juniorennationalspielerinnen Lisa Nolte und Sara Strauß spielen gleich drei junge Frauen in der Landeshauptstadt, die an der Hüttenallee das Hockeyspielen erlernt haben. Oruz’ Bruder Timur steht in Diensten von Rot-Weiß-Köln und Anne Schröder steht beim Club an der Alster aus Hamburg unter Vertrag. Sie alle zählen zum engeren Favoritenkreis. Schröders Hamburger sind Titelverteidigerinnen bei den Damen. Köln geht als Tabellen-Zweiter ins Rennen. Düsseldorf startet von Position drei ins Rennen, ist in seinem Halbfinale gegen den Mannheimer HC aber keinesfalls chancenlos. „Wir wollen besser abschneiden, als vor einem Jahr“, sagte Selin Oruz schon vor Wochen, als sie zu einem Pressegespräch an der Hüttenallee zu Gast war. 2018 war ihre Mannschaft im Halbfinale hauchdünn und durchaus unglücklich an Schröders Club an der Alster gescheitert.

Eingeläutet wird das Wochenende in diesem Jahr durch das Abschiedsspiel für die Olympiasieger und CHTC-Legenden Oskar Deeke und Linus Butt am Freitagabend um 18.30 Uhr. Hier ist der Eintritt frei. Allerdings spenden Sponsoren für jeden Gast einen fixen Geldbetrag für einen guten Zweck. Die Gastgeber werden selbst erneut nicht mit von der Partie sein, wenn es Tags darauf um Meisterehren geht. Das junge Team, das unter anderem durch die Rücktritte von Deecke und Butt einen Umbruch vollzog, landete nach einer soliden Saison auf Rang acht.

Mit dem Endturnier um die Deutsche Meisterschaft allerdings erschöpft sich das Hockeyevent in der Seidenstadt noch nicht, denn ab dem kommenden Mittwoch folgt noch die Hockey Pro-League, eine Weltliga im Hockey. Deutschland trifft dann bei Damen (18.30 Uhr) und Herren (21 Uhr) auf Herrenolympiasieger Argentinien. Um Pfingsten folgen dann noch Partien gegen Neuseeland, Spanien, Herren-Weltmeister Belgien und Australien. „Dafür bleibt die große Tribüne stehen und auch einige Zelte unseres Hockeydorfs im Einangsbereich lassen wir erst einmal stehen. Aber es wird eher ein Hockeydörfchen“, sagt Haake. Hockey findet also langsam eine neue Hauptstadt in Deutschland. Wenn auch sportlich das Herz noch an anderen Standorten schlägt: An der Hüttenallee erreicht der Sport eine für Deutschland neue Dimension.

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