In der Fußball-Kreisliga kann der VfL Willich seinen Vorsprung ausbauen

Fußball-Kreisliga : Aufatmen beim VfL Willich und Linner SV

Das Kreis-Sportgericht gibt dem Einspruch des Fußball-Kreisligisten Linner SV statt, weshalb es beim 1:1 gegen den TSV Kaldenkirchen bleibt.

Es schien zur unendlichen Geschichte der Fußball-Kreisliga A zu werden, lag die ganze Sache doch schon eine gefühlte Ewigkeit, nämlich Ende August 2018, zurück. Damals (5. Spieltag) hatte der Linner SV den vom VfL Tönisberg gekommenen Adi Vrebac zum Vertragsamateur gemacht. Der im Aufstiegskampf aktuell etwas hinterher hinkende TSV Kaldenkichen hatte diesbezüglich ein Haar in der Suppe gefunden und Protest eingelegt.

Bis vor kurzem schienen die Grenzler damit auch den gewünschten Erfolg zu haben. Doch weil die Linner Verantwortlichen in die Berufung gingen und mit den vorhandenen Fakten überzeugen konnten, befand das Kreis-Sportgericht den Einsatz und die weitere Handhabung in Sachen Vrebac, der längst in seiner österreichischen Heimat dem Futsal frönt, für in Ordnung. Fazit: Der abstiegsbedrohte Linner SV behält den einen wichtigen Zähler und der Tabellenzweite VfL Willich hält sich die Kaldenkirchener, die morgen spielfrei sind, mindestens weiter einen Punkt vom Hals. Und gelingt dem Theißen-Team gegen die strauchelnde Zweitvertretung aus Fischeln der eingeplante Sieg, würde der Vorsprung auf beruhigende vier Zähler anwachsen. Da könnte dann die Partie des VfL am letzten Spieltag in Kaldenkirchen absolut ihren Endspielcharakter verlieren.

Solche Probleme hat der SC Schiefbahn als Vierter nicht. Bei ihm scheint sich in der Begegnung gegen Absteiger Waldniel II nur die Frage zu stellen, wie hoch der Sieg ausfällt. An der Edelstahl-Kampfbahn treffen mit dem FC Hellas Krefeld und VSF Amern II zwei Teams aufeinander, die bisher alle Erwartungen übertroffen haben, und die Saison locker ausklingen lassen können.

„Es wird ganz eng und wir müssen selbst punkten, bevor wir auf die anderen Plätze schauen“, stellt Trainer Andre Wienes vom Tabellen-16. Hülser SV vor der Partie beim TSV Bockum klar. Und was das spielende Personal betrifft, ergänzt er: „Bei uns sind immer einige Akteure angeschlagen oder anderweitig unter der Woche verhindert. Deshalb kann ich immer erst kurzfristig entscheiden, wer spielt.“

Ähnlich prekär wie in Hüls ist die Situation für Gellep und Linn, die sich im Nachbarschaftsduell an der Kaiserswerther Straße gegenüberstehen. Auch hier gilt: verlieren verboten. Gut unten rausgespielt hat sich Rhenania Hinsbeck. Gelingt nun auch noch ein Dreier gegen Anrath, kann die Spielzeit ad acta gelegt werden. Rhenania-Trainer Klaus Hammann meint: „Es wird ein schweres Spiel, weil sich die Gäste nach zwei Niederlagen in Folge sicherlich rehabilitieren wollen. Ich muss wegen des Fehlens einiger Abwehrspieler in der Defensive improvisieren, wobei die taktische Ausrichtung Personal unabhängig ist. Wir haben zwar Respekt, aber meine Truppe ist intakt, haben viel Selbstvertrauen und wollen gewinnen.“