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Nach Kritik von Ärzten - Bundestagsabgeordneter Plum aus Viersen telefoniert mit Jens Spahn

Corona im Kreis Viersen : Nach Kritik von Ärzten – Plum telefoniert mit Spahn

Ärzte hatten die Bestellbeschränkungen für den Impfstoff von Biontech kritisiert. In einem Telefonat mit dem Bundesgesundheitsminister hakte der Viersener CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Plum nach.

Nach der scharfen Kritik von Ärzten aus dem Kreis Viersen an der Vorgabe des Bundesgesundheitsministeriums, überwiegend den mRNA-Impfstoff von Moderna einzusetzen und die Abgabe des mRNA-Impfstoffs von Biontech zu rationieren, hat der Viersener CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Plum mit Gesundheitsminister Jens Spahn telefoniert.

Spahn versicherte Plum in dem Gespräch, dass er sich intensiv darum bemühe, Lieferungen des Corona-Impfstoffes von Biontech vorzuziehen und damit die wachsende Nachfrage nach diesem Impfstoff zu decken. Er habe auch nochmals klargestellt, dass seitens des Bundes keine Dosen dieses Impfstoffes unnötig zurückgehalten würden. „Alle Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech, die bis zum Jahresende zur Verfügung stehen, werden auch an die impfenden Stellen ausgeliefert“, habe der Bundesgesundheitsminister ihm zugesagt, so Plum.

Die schlechte Nachricht: Auch für Personen unter 30 Jahren stehen den niedergelassenen Ärzten je Kalenderwoche nicht zusätzliche Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech zur Verfügung. „Umso wichtiger ist es, dass sich höhere Altersgruppen ganz bewusst für eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Moderna entscheiden“, sagte Plum. „Dieser Impfstoff ist sicher, sehr wirksam und in einigen Studien sogar dem Corona-Impfstoff von Biontech überlegen. Aus fachlicher Sicht gibt es auch keine Bedenken, Moderna für eine Auffrischungsimpfung zu nutzen, wenn vorher Biontech verabreicht wurde.“

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Die Ärzte aus dem Kreis Viersen hatten die begrenzten Bestellmöglichkeiten für die Vakzine von Biontech insbesondere aus praktischen Gründen kritisiert. Da bei den Auffrischungsimpfungen vom Moderna-Impfstoff nur die Hälfte der Dosis gegeben wird, führe dies zu einem deutlichen Mehraufwand bei Reihenimpfungen.

Zudem steige der Beratungsaufwand in den Praxen, da viele Menschen dem Impfstoff von Biontech vertrauten.

(mrö)