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Kaufhof Leverkusen: Ein Funken Hoffnung für den Standort in Leverkusen

Gespräche mit Warenhauskette laufen : Ein Funken Hoffnung für Kaufhof-Standort

Der Gebäudeeigentümer DIC Asset AG ist in Gesprächen mit der Warenhauskette. „Wir wollen den Mietvertrag aufrecht erhalten“, sagt ein Sprecher. Der Standort Leverkusen sei „eine gute Innenstadtlage“.

Als Galeria Karstadt Kaufhof am Freitag verkündete, das Filialnetz ausdünnen und auch der Standort Leverkusen auf der Streichliste steht, war der Schock groß. Der finanziell angeschlagene Konzern will 62 seiner 172 Warenhäuser schließen. Rund 6000 Arbeitsplätze stehen bundesweit auf dem Spiel, davon knapp 100 in Leverkusen – vielleicht etwas weniger, hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geäußert, weil das Schutzschirmverfahren für Kaufhof schon eine Weile laufe.

Jetzt könnte Hoffnung aufkeimen, denn womöglich bleibt der Standort in der City doch erhalten. Das jedenfalls deutet der Eigentümer der Immobilie an. „Wir sind in Gesprächen mit Galeria Karstadt Kaufhof und wollen den Mietvertrag möglichst aufrecht erhalten“, sagt Peer Schlinkmann, Sprecher der DIC Asset AG, auf Nachfrage unserer Redaktion. Dem auf Gewerbeimmobilien spezialisierten Unternehmen mit Sitz in Frankfurt gehört das Gebäude. „Wir haben natürlich kein Interesse an einer brachliegenden Immobilie“, betont Schlinkmann: „Wir glauben an den Standort. Es ist eine sehr gute Innenstadtlage.“

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Möglich könnte sein, dass DIC Kaufhof bei den Mieten und anderen Konditionen so weit entgegenkommt, dass die Filiale trotz Sanierungsplan weitermachen könnte. Leverkusen bliebe so kein weißer Fleck auf der Kaufhof-Deutschlandkarte.

Allerdings bestätigt Schlinkmann auch, dass dies nicht die einzige denkbare Option ist. „Sollte die Entscheidung, den Standort Leverkusen aufzugeben, endgültig sein, machen wir uns Gedanken, was danach passiert. Noch sind wir aber in einem frühen Stadium der Gespräche.“

In Leverkusen häufen sich derweil die Enttäuschungsbekundungen zur Kaufhof-Schließung. Darunter mischen sich aber auch erste Ideen für die Westseite der City. „Wir verlieren mit der Galeria unser letztes Warenhaus, das für viele Kunden der erste Anlaufpunkt in der City für ein umfangreiches und vielfältiges Sortiment war“, sagt Rainer Bertelsmeier, Prokurist bei der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) und Projektleiter für Handel und Zentrenentwicklung. Er ordnet ein: „Der Kunde orientiert sich selbst bei kleinteiligen Artikeln zunehmend auf die Angebotsvielfalt im Internet. Immer weniger Konsumenten fragen das altbewährte Konzept Warenhaus nach.“ So seien auch „Shopping-Metropolen“ wie Düsseldorf und Dortmund von massiven Standortschließungen betroffen. WfL-Chef Markus Märtens betont: „Die Luminaden werden keine weitere City C. Wir handeln mit Stadt und der City Werbegemeinschaft, um der Verödung der Fußgängerzone entgegenzutreten“. Die Aufwertung für die Luminaden und die Entwicklung der westlichen City seien ein Projekt des Integrierten Handlungskonzepts Wiesdorf. Die Umsetzung soll zum Ende des Jahres starten. Gespräche mit dem Immobilieneigentümer und möglichen neuen Nutzern sollen folgen.