1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen HKM-Neubauprojekt in Schlebusch vor der Genehmigung

Baustart Anfang 2021 : Neubauprojekt in Schlebusch vor der Genehmigung

Drei Familien sollen in dem künftigen Haus wohnen. Jetzt wurde das Bauprojekt an der evangelische Kirche „Auf dem Blauen Berg“ erstmals öffentlich vorgestellt. Philipp Müller, Projektleiter und Prokurist der HKM-Bauprojektentwicklung, erläuterte die Hintergründe.

Vor etwa zwei Jahren erwarb der Leverkusener Investor das Areal Mülheimer Straße 11 unmittelbar neben dem Gotteshaus am südlichen Ortseingang von Schlebusch. Die ersten vorgelegten Entwürfe scheiterten am Veto der Stadt und der Unteren Denkmalbehörde. Denn seit dem Jahr 1984 ist die 1853 für Protestanten in Schlebusch erbaute Kirche als denkmalgeschütztes Bauwerk eingetragen. Doch nicht alleine die Kirche, sondern auch die gegenüber liegende Villa Wuppermann galt es zu beachten.

Nach zehn unterschiedlichen Entwürfen stand die Konstruktion fest. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, dürfte dem Vorhaben jetzt nichts mehr im Wege stehen. Der Abriss des alten Hauses ist für Ende September geplant, die Bauarbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen, Fertigstellung ist für Ende 2021 beabsichtigt. Die Gesamtinvestition liegt bei rund zwei Millionen Euro.

Die zurückspringende Gebäudeform ist der Mittelachse der Kirche geschuldet. Sollte der Nachbar gegenüber ebenfalls einen Neubau planen, hätte er die gleichen Auflagen, so dass sich ein trichterförmiger Blick auf die Kirche ergäbe, erläuterte Müller: „Das Sichtfeld auf die Kirche muss immer frei bleiben.“ Das Gebäude im Herzen von Schlebusch mit einer Gesamthöhe von etwa zwölf Metern ist für drei Familien konzipiert. Die Wohnflächen umfassen zwischen 90 und 110 Quadratmeter, die obere Wohnung ist als eine Art zweigeschossiges Stadthaus vorgesehen. Die Erdgeschosswohnung wird mit einer Terrasse und einer kleinen Grünfläche ausgestattet. „Mehr als 100 Interessenten sind schon vorgemerkt“, sagt Seniorchef und HKM-Geschäftsführer Klaus Müller.

Ein Keller ist an dieser Stelle nicht möglich. Aus diesem Grund sind die technischen Räume im Erdgeschoss untergebracht. Für die Außenfläche werden schiefergraue Klinker benutzt, von der Struktur ähnlich der Kirche. In Anlehnung an deren Schindeldach erhält das Wohnhaus ein Blechdach, so dass es sich als modernes Gebäude harmonisch in das Gesamtbild einfügt. Die hochgestreckten Fenster gleichen dem Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Einziger Makel: Für Garagen bleibt kein Platz übrig. Neben dem Haus können lediglich zwei PKW geparkt werden, zwei weitere zum Objekt gehörende Parkplätze sind fußläufig entfernt.