1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen: 23-jähriger Drogendealer legt Geständnis ab

Kokain, Ecstasy und Marihuana : 23-jähriger Drogendealer legt umfangreiches Geständnis ab

Als Teil einer Bande importierte und verkaufte ein 23-Jähriger Leverkusen in großen Mengen verschiedene Rauschmittel. Mit Strafmilderung als Perspektive gab er sich geständig und reumütig. Während der Untersuchungshaft hatte wohl ein Umdenken eingesetzt, wie er den Richtern klarmachen wollte.

Mit Drogen in nicht unerheblicher Menge haben vier Männer in Leverkusen gehandelt. Die Polizei kam ihnen vor einem Jahr auf die Schliche. Umfangreiche Durchsuchungen von Wohnungen in Rheindorf und Bürrig führten zum erfolgreichen Abschluss der Ermittlungen. Nun müssen sich die Männer im Alter zwischen 23 und 66 Jahren vor der 15. Großen Strafkammer des Kölner Landgerichts verantworten.

Weil die Beweislage – zumindest in vier Fällen – wohl gerichtsfest ist, waren die Angeklagten von ihren Verteidigern gut beraten, umfangreiche Geständnisse abzulegen. Damit haben sie zumindest die Chance, die Strafen etwas niedriger ausfallen zu lassen.

Für ein Rechtsgespräch wurde der ohnehin schon zweimal vertagte Prozess unterbrochen, denn die Verfahrensbeteiligten wollten mit der Kammer abstimmen, in welchem Rahmen sich die Strafen bewegen können, wenn sich nach ausführlichen Geständnissen das Verfahren abkürzen ließe. Den unverbindlichen Strafrahmen nannte der Vorsitzende Richter: zwischen Bewährung und einer Haft von über drei Jahren. Die Gesetze lassen indes Strafen bis zu fünfzehn Jahren zu.

  • Dieses Marihuana ist ein Teil des
    Im Grenzgebiet : Schmuggler fliegen mit 14 Kilo Drogen auf
  • Ein 33-Jähriger wurde jetzt vor dem
    Schmuggel in Nettetal : Mehr als vier Jahre Haft nach Drogen-Kurierfahrt ohne Führerschein
  • (Symbolbild)
    Versuchte Flucht in Neuss : Drogen transportiert - Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Mit dem hohen Strafmaß vor Augen blieb den Angeklagten kaum etwas anderes übrig als Reue zu zeigen – so, wie es der 23-jährige Leverkusener tat, bei dem Marihuana, Ecstasy im Kilogrammbereich, die Partydroge MDMA, Amphetamine und Kokain gefunden wurden. Er hatte begonnen, sich mit dem Verkauf von Drogen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die üppige Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ließ das zu.

Während der Untersuchungshaft setzte dann wohl ein Umdenken ein, wie er den Richtern klarmachen wollte. Vollumfänglich hat er die von der Staatsanwaltschaft verfasste Klage bestätigt. Allerdings: Angaben zu seinem einzigen Lieferanten wollte er nicht machen. Danach sei die Gefahr zu groß, dass seine Familie bedroht würde, führte er als Entschuldigung an.

Importiert wurden die Drogen aus den Niederlanden. In der Wohnung in der Baumberger Straße in Rheindorf wurde der Stoff in verkaufsgerechte Päckchen aufgeteilt. Seine Abnehmer waren in der Regel Stammkunden, deren Namen er nicht kenne und mit denen er normalerweise auch nichts zu tun haben möchte. Die Geständnisse der anderen drei Angeklagten werden in den kommenden Prozesstagen erwartet.