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Monheim Steinacker geht nach Berlin und sammelt

Charitywalk Monheim : Steinacker geht nach Berlin und sammelt

Pünktlich um 10 Uhr ist Christian Steinacker am Dienstag nach Berlin aufgebrochen. Drei Wochen dauert der Marsch. Seine Familie unterstützt ihn und bringt zwischendurch frische Kleidung.

(og) Die Schuhe: eingelaufen. Der Rucksack gepackt. Am Dienstagmorgen ist der Monheimer Christian Steinacker zu seinem angekündigten Marsch aufgebrochen. „Christian geht nach Berlin“, heißt die Aktion. Zu Fuß will er die 540 Kilometer in die Bundeshauptstadt jetzt zurücklegen und mit jedem Kilometer Spenden sammeln. Die sollen den von Corona gebeutelten Vereinen in Monheim und Baumberg anschließend zugute kommen. Drei Wochen soll der Marsch dauern.

Das hatte Steinacker, Spitzenkandidat im Wahlkreis Mettmann I, zu Beginn des Wahlkampfs angekündigt. Und so ist ist jetzt auch gekommen, auch wenn es zwischenzeitlich nicht so aussah. Denn der Kandidat hat mit vollem Einsatz gekämpft, den Rückenwind aus Berlin mitgenommen und ist seinem aussichtsreichsten Mitbewerber von der CDU (Dr. Klaus Wiener) sehr nah gekommen. „Dass es zum Schluss dann doch so knapp gescheitert ist, ist schade“, sagt Steinacker, der das Mandat gern angenommen hätte, um etwas zu verändern.

Jetzt also trotzdem Berlin. Zu Fuß und mit gemischten Gefühlen. Unterwegs will der Neuling auf der politischen Bühne seine Eindrücke erst einmal sacken lassen. „Ich habe im und nach dem Wahlkampf unglaublich viel positives Feedback bekommen“, sagt er. Auch das Verhältnis unter den Bewerbern sei gut gewesen. Jetzt will er sich auf seinen Marsch konzentrieren, der in Etappen von etwa 30 Kilometern/sechs Stunden pro Tag eingeteilt ist. Ein bis zwei Tage zum Ausruhen sind darüber hinaus geplant, sagt er.

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„Es gibt keine direkte Wanderroute“, hat er bei der Vorbereitung festgestellt. Er wird über Straßen und Landstraßen erst durch den Kreis Mettmann Richtung Wuppertal, durchs Ruhrgebiet, von Dortmund ins Münsterland, nach Gütersloh, Hannover, Magdeburg, durch Brandenburg nach Berlin wandern. „Viele Menschen haben bereits zugesagt, dass sie mich zum Beispiel an Wochenenden vor Ort begleiten werden.“ Seine Familie versorgt ihn unterwegs mit Kleidung und Nahrungsmitteln. Für sich selbst will Steinacker, der in Langenfeld als Inklusionshelfer arbeitet, jetzt erst einmal wieder ein klaren Kopf bekommen, nach dem Wahlkampfgetöse – und schauen, welche Türen sich dabei öffnen. Infos zum Spendenmarsch gibt es unter www.christiangehtnachberlin.de.