Kaarst: Großer Andrang beim Weihnachtsmarkt 2019 im Alten Dorf

Bummeln und Klönen in Kaarst : Großer Andrang beim Weihnachtsmarkt

Die Veranstaltung im Alten Dorf lockte am Wochenende mit zahlreichen Programmpunkten. Zudem gab es jede Menge zu entdecken.

Ganz so idyllisch wie auf dem Flyer, auf dem eine verschneite Kirche Alt St. Martin zu sehen ist, war es zwar nicht auf dem Weihnachtsmarkt im Alten Dorf, aber im Gegensatz zum Vorjahr gab es weder Sturm noch Regen. Am Samstag war die Sonne sogar längere Zeit zu Gast. Kein Wunder, dass das Gedränge rund um die alte Kirche groß war. Die Kaarster St. Sebastianer, die den Weihnachtsmarkt organisieren, froren gerne am Wochenende – die enorme Resonanz entschädigte für so manche rote Nase.

Schützenwesen hat ganz viel mit Traditionen zu tun. So ist es üblich, dass der Schützenkönig und sein Zug am Samstag die erste Schicht im Bierpavillon übernehmen. Das waren diesmal Andreas Pfeiffer und die „Junge gute Laune“. Wer da nicht nachrechnete, war selber Schuld: „Bratwurst mit Liebe gegrillt 3 Euro, 3 Stück nur zehn Euro“, stand an einer Bude. Herbert Wilms hatte wieder einen stattlichen, rund sechs Meter hohen Weihnachtsbaum gestiftet, der von den Schützen mit Geschenkpaketen dekoriert worden war. „Die Freunde des Alten Dorfes“ verkauften Plätzchen. Klar, jeder freute sich, wenn das Geschäft lief, aber der Weihnachtsmarkt im Alten Dorf ist nicht wirklich übertrieben kommerziell. Anneli und Herbert Palmen verkauften in der Bude des Vereins „Martinus Kunstweg“ unter anderem Autofahrer- und Kinderpusch und waren mit dem Umsatz mehr als zufrieden.

Dagmar Schmandtke hatte warme Mützen gestrickt und tolle Figuren wie das Känguru mit dem Jungen im Beutel. Am Sonntag zog ihre Tochter Susanne Hagen eine positive Bilanz: „Der Weihnachtsmarkt war rappelvoll und wir haben sehr viel verkauft.“ Zur offiziellen Eröffnung sprach Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus, auch der Erste Beigeordnete Sebastian Semmler und die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart waren zur Eröffnung gekommen. Das Bühnenprogramm an beiden Tagen konnte sich hören und sehen lassen – egal, ob Akustic-Pop von Bastian Hohnke oder der Auftritt der Bundesschützenkapelle Neuss oder das Bundesschützenmusikkorps Kleinenbroich.

Der Kinderchor der Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite und der Katholischen Grundschule kamen sehr gut an. Aber die Kinder warteten an beiden Tagen ganz besonders auf einen Mann: den Nikolaus. Dirk Andreas, Sprecher der Kaarster Bruderschaft, machte auf zwei Termine aufmerksam: Am Freitag, den 20. Dezember treffen sich die Schützen zur Jahresabschlussmesse. Und am Sonntag, den 26. Januar, findet die Jahreshauptversammlung statt – diesmal nicht im Albert-Einstein-Forum, sondern in einem Festzelt, das einen Tag zuvor von der Feuerwehr genutzt wird.