Uerdingen: Krämer beklagt fehlende Durchschlagskraft

Dritte Liga : KFC kassiert zweite Niederlage in Folge

Nach dem 0:2 in Karlsruhe verlieren die Uerdinger daheim gegen den FSV Zwickau mit 1:2 und büßen die Tabellenführung ein. Stefan Aigner erzielt den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Aus der Kabine des FSV Zwickau dröhnte die Musik, während die Uerdinger Spieler bereits wenige Minuten nach Spielende frisch geduscht mit hängenden Köpfen aus der Kabine kamen und das Stadion verließen. Sie waren enttäuscht. 90 Minuten lang hatten sie einen hohen Aufwand betreiebn, ohne sich dafür zu belohnen. Es fehlten einfach an klar herausgespielten Chancen und an der notwendigen Durchschlagskraft. So kassierte der KFC gegen den FSV Zwickau mit 1:2 (0:0) die zweiten Niederlage in Folge. „Fußballerisch war es heute besser als in Karlsruhe, aber wir hatten keine richtige Druckphase“, sagte Trainer Stefan Krämer enttäuscht.

Der Coach ist immer für eine Überraschung gut. Diesmal bot er gleich zwei Startelf-Debütanten auf. Hatte der Coach angekündigt, dass ein Einsatz von Dominic Maroh, der vor einer Woche verpflichtet worden war, nach den Trainingseindrücken durchaus möglich sei, so hatten den Einsatz von Patrick Pflücke nur wenige auf dem Zettel. Der Blondschopf war von Borussia Dortmund II gekommen. Dass Tanju Öztürk nach seiner abgelaufenen Sperre ebenso wie Maximilian Beister wieder in die Mannschaft zurückkehren würden, war ausgemachte Sache. Für sie mussten Christopher Schorch, Connor Krempicki, Oguzhan Kefkir und Maurice Litka auf die Bank. „Nach der langen Verletzungspause käme ein zweiter Einsatz von Beginn an für Maurice zu früh“, sagte der Coach.

Damit veränderte Krämer sein Team nicht nur auf gleich vier Positionen gegenüber der 0:2-Niederlage in Karlsruhe, er wählte auch eine offensive Formation und sandte damit ein klares Zeichen an die Mannschaft: Gegen den FSV Zwickau sollte mit einem - am besten überzeugenden – Heimsieg die Tabellenspitze zurückerobert werden. In den vier bisherigen Begegnungen in Duisburg war dies beim 1:3 gegen Unterhaching, 3:2 gegen Meppen, 0:0 gegen Großaspach und 2:1 gegen Halle nämlich nicht geglückt. So bildeten 3.000 Zuschauer die Minuskulisse der Saison, die allerdings auch den zeitgleichen Bundes- und Zweitligaspielen geschuldet war.

In der ersten Halbzeit mühten sich die Gastgeber redlich und kamen zu vier Abschlüssen durch Beister und Stefan Aigner. Es waren allerdings keine so genannten hundertprozentigen Möglichkeiten. Nach dem Wechsel wurde die Parte munterer, weil auch die Gäste ihre erste Chance hatten. Zunächst verpasste jedoch Aigner die Führung, ehe dann von Bickel der erste gefährliche Schuss auf das Uerdinger Tor kam. Einen Versuch von Könnecke parierte KFC-Torhüter René Vollath. Wie bereits in Karlsruhe schlug es dann nach einer Standardsituation im Uerdinger Kasten ein. Christian Dorda stieg nach einem Eckball nicht mit Zwickaus Kapitän Toni Wachsmuth hoch, der in der 64. Minute unhaltbar einköpfte. Es war der erste Treffer des FSV nach vier torlosen Spielen.

 Sechs Minuten später schlug der KFC zurück. Eine Hereingabe von Beister verwertete Aigner per Kopf zum Ausgleich. Doch fünf Minuten später fiel der dritte Kopfballtreffer des Abends. Kevin Hoffmann konnte flanken und Nico Antonitsch ungehindert zum 2:1 für Zwickau einköpfen. Die Uerdinger warfen alles nach vorne, doch für den Ausgleich reichte es nicht mehr. „Rückschläge gehören dazu, bitter sind sie dennoch“, meinte Krämer.

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