Oberliga Niederrhein KFC Uerdingen verliert beim Tabellenschlusslicht TSV Meerbusch mit 1:3

Krefeld · Nach einer schlechten ersten Halbzeit lag der KFC Uerdingen bereits mit 3:0 zurück. Die Hypothek war zu groß, um den Rückstand gegen den Tabellenletzten aus Meerbusch zu drehen. Am Ende ging es für die Krefelder ohne Punkte nach Hause.

 Dimitrios Touratzidis sah in Meerbusch wegen Meckerns die Ampelkarte und musste vorzeitig vom Platz.

Dimitrios Touratzidis sah in Meerbusch wegen Meckerns die Ampelkarte und musste vorzeitig vom Platz.

Foto: brauer

Der Traum vom Aufstieg in die Regionalliga West hat einen herben Dämpfer erlitten. Nach einer wenig überzeugenden Vorstellung gegen den Tabellenletzten der Oberliga Niederrhein TSV Meerbusch verlor der KFC Uerdingen am Sonntagnachmittag mit 1:3.

KFC-Trainer Levan Kenia schickte die gleiche Startelf wie in der Vorwoche gegen Sonsbeck aufs Feld. Den besseren Start erwischten aber die Gastgeber, die bereits in der 3. Minute eine erste Ecke bekamen. In der 19. Minute erzielte Yassin Benslaiman dann den etwas überraschenden Führungstreffer für die Gastgeber. Gegen den Flachschuss in die linke Ecke hatte Gomoluch keine Chance.

Im Anschluss wollte Uerdingen den schnellen Ausgleich, der TSV wiederum ein Tor nachlegen. Die größte Chance für den KFC hatte Ribeiro in der 26. Minute nach einer Ecke, sein Schuss wurde aber vom TSV-Schlussmann Geraedts entschärft. Während die Krefelder aber in vielen Belangen zu behäbig blieben, gelang dem Tabellenletzten in der 30. Minute sogar das 2:0 durch Jacob Ballah. Der Meerbuscher Stürmer stand nach einer Flanke am zweiten Pfosten völlig blank und überwand Gomoluch mit einem Schuss in die lange Ecke.

Der Frust war dem KFC im Anschluss anzumerken. Unter anderem kassierte Touratzidis eine gelbe Karte wegen Ballwegschlagens (34.). Der TSV aber blieb am Drücker und erhöhte in der 35. Minute durch Boldt aus abseitsverdächtiger Position sogar noch auf 3:0. So ging es dann auch in die Pause, begleitet von Pfiffen der enttäuschten KFC-Anhänger.

Zur zweiten Hälfte brachte Kenia Mittelfeldmann Hinata Gonda für Yanagisawa und Mittelstürmer Pascal Weber ersetzte Maik Odenthal. Bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff bekam der KFC die große Chance zum Anschlusstreffer. Nach einem Foul im Sechzehner erhielt der KFC einen Strafstoß, den Touratzidis aber vergab. Geraedts hatte die Ecke geahnt und den Schuss aus dem rechten Eck gefischt.

Kurz darauf wurde auch Touratzidis im Strafraum gehalten (53.). Erneut gab es Elfmeter, diesmal verwandelte Lipinski den Strafstoß und verkürzte auf 1:3. Hoffnung keimte auf, denn nur 60 Sekunden später wäre beinahe das 3:2 gefallen. Weber lief aus spitzem Winkel auf den TSV-Keeper zu, verfehlte das Gehäuse aber knapp. Der KFC war nun endgültig angekommen. Touratzidis (56.) und Schlösser (58.) hatten im Anschluss weitere Möglichkeiten zum 2:3, vergaben diese aber zum Teil kläglich.

Auch der TSV blieb dran und hatte seinerseits Chancen auf die erneute Drei-Tore-Führung. Durch die Hektik auf dem Platz war nun auch das Publikum angestachelt, in dessen Folge sich die Krefelder Fans nicht von ihrer besten Seite zeigten. Nach mehreren Bierduschen für Spieler und Schiedsrichter gab es eine Durchsage im Stadion, dass das Spiel abgebrochen wird, sollte sich dergleichen noch einmal ereignen.

In der Folge beruhigte sich das Geschehen auf und um den Platz wieder. Chancen wurden Mangelware, dagegen rieb sich Touratzidis in vorderster Front immer weiter auf. Wegen Meckerns kassierte der Stürmer in der 82. Minute schließlich die gelb-rote Karte, sodass Uerdingen fortan nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand. Zwar versuchte es der KFC auch weiterhin, so zwang etwa Talarski TSV-Keeper Geraedts in der 86. Minute noch mal zu einer Glanztat, das aber war die letzte Chance trotz fünfminütiger Nachspielzeit in einer zeitweise hitzigen Partie.

Glück im Unglück aber für Uerdingen, denn auch Ratingen patzte im Parallelspiel bei Tabellenführer Baumberg. Die Ratinger zogen daheim mit 1:3 den Kürzeren, weshalb weiterhin nur ein Punkt Unterschied zwischen den Aufstiegsaspiranten herrscht.

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