Oberliga Niederrhein KFC Uerdingen fährt mit Rückenwind zum TSV Meerbusch

Krefeld · Die wirtschaftliche Situation beim KFC Uerdingen hat sich deutlich entspannt. Nun soll auch sportlich beim TSV Meerbusch am Sonntag der nächste Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden. Als klarer Favorit sind drei Punkte in Meerbusch Pflicht.

Pascal Weber (2. v. rechts) ist für KFC-Trainer Levan Kenia wieder eine Option gegen Meerbusch.

Pascal Weber (2. v. rechts) ist für KFC-Trainer Levan Kenia wieder eine Option gegen Meerbusch.

Foto: Brauer-Fotoagentur / Adrian Schl

Nachdem es beim KFC Uerdingen auf der wirtschaftlichen Seite in den vergangenen Tagen, unter anderem mit der Rückkehr von Marc Schürmann als Vorstandsvorsitzenden, deutlich bergauf ging, wollen Trainer Levan Kenia und die Spieler dies auch auf sportlichem Wege fortsetzen. Nach Möglichkeit mit einem Sieg am Sonntag beim abstiegsbedrohten TSV Meerbusch (16 Uhr).

Nach der überraschenden 3:4-Niederlage von Ratingen daheim gegen den Mühlheimer FC am vergangenen Sonntag ist der KFC nur noch einen Punkt hinter Platz zwei. Da Ratingen zuhause gegen den Tabellenführer aus Baumberg antritt, könnte Uerdingen mit einem Sieg gegen Meerbusch und einer Niederlage Ratingens gegen Baumberg auf den zweiten Platz klettern.

Es wäre ein Statement vor dem Saisonfinale und würde den Verein in eine hervorragende Ausgangsposition bringen. Dann dürfen allerdings nicht solche Fehler wie in der zweiten Hälfte gegen Sonsbeck passieren, als man beinahe einen 3:0-Vorsprung noch aus der Hand gab. Nur der Pfosten verhinderte kurz vor Schluss Schlimmeres.

„Daran sieht man, wie eng die Oberliga ist“, konstatiert KFC-Trainer Kenia. „Nur 70 Minuten reichen eben nicht. Wir müssen 95. Minuten konzentriert bleiben“, fordert er. Man habe es sich selbst schwer gemacht, weshalb man in Meerbusch cleverer agieren möchte. „Wir sind nervös geworden, aber das passiert auch anderswo. So ist Fußball“, wollte der Coach die schwierige Schlussphase im letzten Heimspiel nicht an die große Glocke hängen.

Stattdessen gilt die volle Konzentration nun der anstehenden Aufgabe, die auf Kunstrasen schwierig genug wird, wie Kenia befürchtet. Daher wurde auch zweimal in der vergangenen Woche auf Kunstrasen trainiert. Dennoch sieht er in der Umstellung Anpassungsprobleme. Daher ist auch die taktische Marschroute klar. „Wir wollen das Risiko hinten minimieren und möglichst einfach spielen. Der Ball läuft auf Kunstrasen ganz anders. Daher heißt es für uns: praktisch bleiben“, so Kenia.

Personell kann der Trainer dabei wieder auf mehr Möglichkeiten zurückgreifen. So ist Angreifer Pascal Weber wieder fit und liefert dem Coach deutlich mehr Optionen in der Offensive. Auch Hinata Gonda soll mehr Spielzeit bekommen und weiter herangeführt werden. Pep Schlosser hatte unter der Woche zwar muskuläre Probleme, konnte aber trainieren und steht damit ebenfalls zur Verfügung.

Verzichten muss Kenia dagegen weiterhin auf Florian Abel und Gianluca Rizzo. Beide haben sich von ihren muskulären Problemen noch nicht erholt, bei beiden hofft man auf eine Rückkehr in der kommenden Woche. Dennoch geht der KFC als großer Favorit in das Duell gegen den TSV Meerbusch, der mit 21 Punkten auf dem letzten Rang liegt. „Wenn wir unsere Chancen nutzen, werden wir punkten“, ist Kenia sicher. „Wir stellen uns auf einen tief stehenden Gegner ein, müssen auf Konter aufpassen und Lösungen finden.“ Das Hinspiel wurde mit 4:3 gewonnen, dürfte der Mannschaft aber Warnung genug sein, den TSV nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Im Oktober führte man bereits 3:1, ehe Meerbusch noch ausglich. Damals besorgte Rizzo in der 81. Minute den Siegtreffer. Er wird diesmal nicht helfen können.

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