KFC Uerdingen verliert beim Karlsruher SC mit 0:2

0:2-Auswärtsniederlage : Spitzenreiter Uerdingen strauchelt in Karlsruhe

Drittliga-Spitzenreiter KFC Uerdingen ist beim Karlsruher SC gestolpert. Die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer unterlag mit 0:2, bleibt aber Tabellenführer.

Die Erfolgsserie des KFC Uerdingen ist im Karlsruher Wildparkstadion gerissen. Nachdem der Drittliga-Aufsteiger aus den zurückliegenden sechs Begegnungen 16 Punkte geholt hatte, unterlag er den überlegenen Gastgebern vor 10.800 Zuschauern verdient mit 0:2 (0:1). Dabei kassierten die Uerdinger auswärts das erste Gegentor in dieser Saison.

Für den ersten Paukenschlag hatte Trainer Stefan Krämer bereits eine Stunde vor dem Anpfiff gesorgt. Obwohl in Ali Ibrahimaj, Dennis Daube (beide operiert) und Tanju Öztürk (gesperrt) gleich drei Stammspieler fehlten, beorderte er Maximilian Beister erstmals auf die Ersatzbank; er durfte nach einer Stunde mitwirken. Die neu verpflichteten Dominic Maroh und Samed Yesil hatte der Coach erst gar nicht mit nach Karlsruhe genommen. „Für sie käme ein Einsatz heute zu früh“, sagte Krämer.

Dafür feierte Maurice Litka, der im Sommer vom FC St. Pauli ausgeliehen wurde, aber nach einem Sturz im Freibad an der Schulter operiert werden musste, sein Debüt im KFC-Trikot. Zudem stand Jan Holldack erstmals in der Startformation.

Obwohl die Gastgeber aus ihren drei Heimspielen zuvor nur zwei Punkte geholt und deutlich besser abgeschnitten hatten, wählte KSC-Trainer Alois Schwartz erneut eine offensive Taktik. Lorenz mit einem Kopfball nach 48 Sekunden und Fink ebenfalls per Kopf signalisierten dies bereits in der Anfangsphase. In der 24. Minuten überstanden die Uerdinger noch mit viel Glück eine turbulente Situation im Strafraum, doch dann war es so weit: Nach 298 Minuten ohne Gegentor kassierte der KFC den ersten Treffer in dieser Saison auf fremdem Platz. Nach einer Ecke köpfte Daniel Gordon ein. Das regte KFC-Torhüter René Vollath verständlicherweise auf, denn es war ein Treffer mit Ansage – Gordon stad zum dritten Mal bei einer Standardsituation frei. Nach dem Rückstand wurden die Uerdinger spielbestimmend. Einen Schuss von Oguzhan Kefkir lenkte KSC-Torhhüter Benjamin Uphoff noch gerade um den Pfosten. „Das war eine ganz starke Leistung des KSC in der ersten Halbzeit“, sagte Uerdingens Manager Niko Weinhart.

Unmittelbar nach Wiederbeginn hatte Stefan Aigner nach schönem Zuspiel von Maurice Litka den Ausgleich auf dem Fuß, doch wurde sein Schuss in letzter Sekunden noch von Gordon geblockt. Auf der anderen Seite parierte Vollath quasi im Gegenzug gegen Pourie. Nach einer Stunde sorgte der KSC-Stürmer für die Vorentscheidung. Bei einem Konter ließ er Kapitän Mario Erb aussteigen und mit seinem Flachschuss Keeper Vollath keine Chance.

Die Niederlage des KFC war verdient, denn die Platzherren vergaben ein halbes Dutzend weiterer guter Chancen. Während die Uerdinger im Defensivverhalten erneut einige Wünsche offen ließen, überzeugten die Karlsruher mit einer starken Leistung.

Statistik:

Karlsruhe: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler, Wanitzek - Choi (72. Röser), Lorenz - Fink (90. Hanek), Pourié (79. Camoglu). - Trainer: Schwartz

Uerdingen: Vollath - Großkreutz, Erb, Schorch, Dorda - Holldack (58. Beister), Konrad - Aigner (69. Musculus), Krempicki, Kefkir - Litka (60. Dörfler). - Trainer: Krämer

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

Tore: 1:0 Gordon (28.), 2:0 Pourie (61.)

Zuschauer: 11.000

Gelbe Karten: Stiefler - Kefkir, Konrad, Krempicki