Gladbachs Doppelsechs Warum Ko Itakura nicht Farkes Weigl-Vertreter in Berlin werden wird

Mönchengladbach · Julian Weigl wird Borussia am Sonntag bei Hertha BSC gelbgesperrt fehlen. Daniel Farke muss somit seine Doppelsechs umbauen. Gladbachs Trainer hat mehrere Alternativen – wobei er eine zumindest für die Startelf ausschließt.

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Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Drei von vier Trainingstagen in der Vorbereitung auf das Spiel bei Hertha BSC am Sonntag (15.30 Uhr, Dazn) hat Borussia mittlerweile hinter sich, und derzeit deutet alles darauf hin, dass Trainer Daniel Farke nur den gelbgesperrten Julian Weigl wird ersetzen müssen – auch wenn nicht jeder Gladbacher Profi ganz beschwerdefrei durch die Woche gekommen ist.

„Jonas Hofmann hat Freitag wieder trainiert, nachdem er am Donnerstag mit leichten Adduktorenproblemen pausiert hatte. Und Lasso Plea hatte gestern und heute mit ein paar Erkältungssymptomen zu kämpfen. Er konnte zwar soweit trainieren, aber da müssen wir noch abwarten, wie es sich entwickelt“, sagte Farke auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Berlin. So bleibt aber zunächst einmal die Frage, wer für Weigl auf der Doppelsechs auflaufen wird.

Christoph Kramer an der Seite von Manu Koné wäre die naheliegende Lösung – auch für Farke. „Das ist auf jeden Fall eine Option, schließlich haben Chris und Manu haben schon zu Beginn der Saison zusammengespielt. Sie bräuchten sicherlich nicht lange, um sich einzuspielen. Aber wir können auch unsere Grundordnung ändern und etwas offensiver aufstellen“, sagte Gladbachs Coach, der zwei Tage vor dem Spiel noch nicht alles verraten wollte.

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Florian Neuhaus wäre ein Kandidat für die Zehner-Position, sollte Kramer auf die Sechs zurückgezogen werden. Beim lange verletzten Mittelfeldspieler bremst Farke indes noch ein bisschen: „Flo ist auf dem Weg, sich wieder seinen 100 Prozent zu nähern. Es ist logisch, dass er da noch nicht sein kann. Wir wollen da noch nicht zu viel Druck auf ihn laden.“ Das hört sich eher wieder nach einem Jokereinsatz an, die Startelf kommt für den 25-Jährigen vielleicht noch etwas zu früh.

Ganz sicher von Beginn an auflaufen sollte Ko Itakura – wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Allerdings könnte der Japaner, der seinen Stammplatz in Borussias Innenverteidigung gefunden hat, ebenso als Weigl-Vertreter auf der Sechs spielen, diese Position kennt er noch aus Zeiten beim FC Schalke 04. „Das ist zwar eine Option, aber ich bin kein Freund davon, ein Problem, das durch einen Ausfall entsteht, dadurch zu beheben, dass ich auf einer anderen Position ein paar Fragezeichen schaffe“, sagte Farke.

Bei ihm sollten die Spieler möglichst auf ihrer Grundposition zum Einsatz kommen, zudem habe das Team zuletzt in drei Spielen nur zwei Gegentore kassiert. „Da ist es nicht angesagt, ohne Not deine Defensiv-Zentrale zu verändern“, sagte Farke, der einen Itakura-Wechsel auf vor die Abwehr zumindest für die Startformation ausschloss. Ansonsten ließ er Gegner Hertha aber noch im Unklaren, wie er Weigls Ausfall personell auffangen will. Und das soll sicherlich bis Sonntagnachmittag so bleiben.