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Gladbach: Das sagen Max Eberl und Adi Hütter zu 2G und Impfpflicht

Eberl zu möglichen 2G-Regeln im Fußball : „Müssen uns der Vorbildfunktion bewusst sein“

Bald wird für den Stadionbesuch wohl die 2G-Regel gelten. Borussia Mönchengladbach fühlt sich gewappnet, die jetzigen Zutrittskontrollen und Maßnahmen funktionierten gut. Zudem äußern sich Max Eberl und Adi Hütter zur Diskussion um die Impfpflicht für Profifußballer.

Wenn Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag die SpVgg Greuther Fürth empfängt, werden im Borussia-Park noch die 3G-Regeln gelten. Bei einer möglichen Auslastung von 90 Prozent könnten bis zu 48.500 Zuschauer im Stadion sein, erwartet werden bis zu 40.000 Fans. Im darauffolgenden Heimspiel am 5. Dezember gegen den SC Freiburg wird allerdings aller Voraussicht nach 2G gelten, dann dürfen nur noch Geimpfte und Genesene in den Borussia-Park. So sehen es die geplanten neuen Corona-Beschlüsse der NRW-Landesregierung für Großveranstaltungen wie Fußballspiele vor.

„Wenn 2G kommt, werden wir versuchen, diese Regeln bestmöglich umzusetzen. Wir halten uns an die Vorgaben der Regierung, so wie wir es immer gehandhabt haben“, sagte Max Eberl am Donnerstag. Gladbachs Sportdirektor verwies zudem darauf, dass die Maßnahmen im Borussia-Park auch bislang schon sehr gut funktioniert hätten, keine Ansteckungen unter Stadionbesuchern bekannt seien: „Wir haben die ganze Zeit keine Nachverfolgung im Stadion gehabt. Die Zuschauer sind sehr diszipliniert und halten sich an die Regeln.“ Dazu gehört, dass es eine Maskenpflicht abseits der Steh- und Sitzplätze gibt. Die Kontrollen der Zutrittsberechtigung finden vor den Stadioneingängen statt.

Geschäftsführer Stephan Schippers hat sich nun im Mitgliedermagazin des Vereins ausführlicher zu den Kontrollen geäußert. „Die 3G-Kontrollen werden von einem Führungsstab, der sich aus Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen zusammensetzt, organisiert. Am Spieltag selbst helfen dann etliche Borussia-Mitarbeiter freiwillig als Kontrolleure mit. Ohne Hilfe von außen wäre es jedoch nicht zu stemmen, alle 48.500 Zuschauer so zu kontrollieren, dass sie rechtzeitig zum Anpfiff im Stadion sind“, wird Schippers zitiert.

Die Fans hätten die Notwendigkeit der Kontrollen verinnerlicht, würden versuchen, möglichst frühzeitig anzureisen, zudem kämen die allermeisten Anhänger gut vorbereitet mit allen Unterlagen zu den Checkpoints. Außerdem arbeite der Verein mit Hochdruck an der Umsetzung einer technischen Lösung, mit der neben der Eintrittskarte auch der Zutritts-Nachweis digital kontrolliert werden kann, fügte Schippers hinzu.

Indes beschäftigt die Borussen nun auch die Pläne der Ministerpräsidenten, wonach Berufssportler künftig auch nur noch unter 2G-Regeln spielen dürften – das käme einer Impfpflicht für Fußballprofis gleich. Borussias Trainer Adi Hütter sprach sich am Donnerstagmittag, noch vor dem Vorstoß der Ministerpräsidenten zur Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, nochmals klar für das Impfen aus. „Natürlich muss man wissen, wenn ich nicht geimpft bin, dass die Gefahr für jeden Einzelnen sehr, sehr groß ist. Nichtsdestotrotz muss man jedem Einzelnen diese Entscheidung selbst überlassen“, sagte der Coach. Auch Eberl äußerte sich zu diesem Zeitpunkt ähnlich: „Wir können die Menschen nicht zwingen, sich impfen zu lassen. Wir können darauf hinwirken, können erklären und aufklären, das ist das, was wir tagtäglich tun.“

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Eberl ließ aber auch durchblicken, dass auf Profifußballer mit etwas anderen Augen geschaut werde: „Wir sind auch Privatmenschen, wie jeder andere auch, und wir haben die freie Wahl, ob wir uns impfen lassen wollen. Und trotzdem können wir in unserer Situation, wo wir ja auch immer wieder als Vorbilder gesehen werden, nicht ganz unabhängig davon entscheiden, ob wir uns impfen lassen oder nicht. Wir haben eine Vorbildfunktion, der müssen wir uns bewusst sein.“

Indes wird sich Borussia in den kommenden Monaten keine Gedanken darum machen müssen, ob ein Spieler möglicherweise wegen der 2G-Regel nicht zum Einsatz kommen könnte. „Ich kann sagen, dass wir jetzt sehr bald die 100 Prozent erreicht haben. Ein Spieler, der bislang noch nicht geimpft war, lässt sich jetzt impfen“, sagte Eberl.