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Gladbach: Adi Hütter sieht in Torben Müsel „den jungen Lars Stindl“

Lob von Hütter und Eberl : Borussia-Talent Müsel soll in Belgien ans Spielen kommen

Borussia Mönchengladbach leiht Offensivspieler Torben Müsel bis zum Saisonende an die KAS Eupen aus. Warum die Wahl auf den belgischen Erstligisten fiel und warum Trainer Adi Hütter in dem 22-Jährigen „den jungen Lars Stindl“ sieht.

Zwei Pflichtspiele für Borussias Profis hat Torben Müsel seit seinem Wechsel im Jahr 2018 vom 1. FC Kaiserslautern nach Gladbach absolviert. Vorerst wird für den Stürmer kein weiterer Borussia-Einsatz hinzukommen, denn der Klub hat am Dienstag bekanntgegeben, dass Müsel bis Sommer an die KAS Eupen verliehen wird. Für den ehemaligen U20-Nationalspieler ist das die Gelegenheit, auf einem höheren Niveau Spielpraxis zu sammeln.

Die Belgier, bei denen der deutsche Trainer Stefan Krämer das Sagen hat, reagieren damit vor allem auf den Ausfall ihres Stürmers Isaac Nuhu, der bis Mitte Dezember 16 Einsätze in der Liga vorweisen konnte und sich dann eine Knieverletzung zuzog.

Knieverletzungen waren bei Müsel auch in der Vergangenheit immer wieder ein Thema. Zwei Operationen hat er bereits hinter sich, mehr als ein Jahr verbrachte er in der jüngeren Vergangenheit mit Reha-Training. In dieser Saison blieb Müsel bislang verletzungsfrei und konnte in zwölf Regionalliga-Einsätzen acht Tore für die U23 erzielen und verdiente sich so auch seinen Joker-Einsatz bei den Profis beim 4:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth im vergangenen November.

„Als ich kam, konnte er nur ein- oder zweimal in der Woche mittrainieren. Jetzt ist er seit einigen Monaten sehr stabil. Er macht auch sehr viel zusätzlich, was das Training und die Prophylaxe betrifft. Es ist der richtige Schritt für ihn, in eine Liga zu gehen, wo auch Physis gefragt ist. Fußballerisch ist er ein Riesentalent“, sagte Hütter und beschrieb Müsels Qualitäten noch etwas genauer. „Er hat sehr viele Anlagen und eine unglaublich gute Technik. Er ist kreativ, kann den letzten Pass spielen und ist sehr torgefährlich. Ich sehe ihn ein bisschen als jungen Lars Stindl, auch von der ganzen Statur her, da hat er viele Ähnlichkeiten“, so Hütter, der auch betonte, dass Müsel dies auch noch unter Beweis stellen müsse.

Die Leihe nach Belgien soll genau das ermöglichen. Nach Informationen unserer Redaktion waren in der Vergangenheit immer mal wieder Klubs an einer Leihe Müsels interessiert, Borussia wollte aber zunächst abwarten, bis sich Müsel körperlich stabilisiert hat. „Wir sehen sehr viel in ihm. Wenn die Verletzungen mal überstanden sind und er Spielpraxis gesammelt hat, dann kann er ein Spieler sein, der für uns sehr wertvoll sein kann“, sagte Manager Max Eberl.

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Müsels Vertrag wäre am Saisonende ausgelaufen, ein Leihgeschäft war also ohnehin nur mit einer gleichzeitigen Vertragsverlängerung möglich. Die ist in dieser Woche erfolgt, der neue Vertrag läuft bis 2024. Schon am Wochenende, wenn Eupen, das derzeit den zwölften Platz belegt, beim KV Kortrijk antritt, könnte Müsel sein Debüt feiern. Bis Saisonende stehen noch zwölf Ligaspiele an, hinzu kommen Hin- und Rückspiel im Pokal gegen den RSC Anderlecht.

Damit ist Müsel in dieser Spielzeit Borussias Leihspieler Nummer Fünf. Rocco Reitz versucht sein Glück ebenfalls in Belgien. Der Mittelfeldspieler ist derzeit an VV St. Truiden verliehen. Zu einem Duell zwischen Müsel und Reitz wird es allerdings nicht mehr kommen, beide Teams absolvierten bereits das Hin- und Rückspiel. Linksverteidiger Andreas Poulsen spielt derzeit beim FC Ingolstadt, Moritz Nicolas hütet das Tor des Drittligisten Viktoria Köln, und Famana Quizera ist in seine Heimat an den portugiesischen Zweitligisten Académico Viseu FC verliehen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Verträge der Borussia-Spieler