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Gladbach: Ramy Bensebaini droht mit Algerien frühes Afrika-Cup-Aus

Gladbacher beim Afrika-Cup : Bensebaini droht mit Algerien das frühe Aus

Borussias Linksverteidiger Ramy Bensebaini wartet mit Titelaspirant Algerien auch nach zwei Gruppenspielen auf den ersten Sieg beim Afrika-Cup. Vor der letzten Partie gegen die Elfenbeinküste steht das Team enorm unter Druck. Gladbach dagegen würde vom frühen Aus profitieren.

Kehrt Ramy Bensebaini womöglich früher vom Afrika-Cup zurück, als von seinem Klub erwartet? Eigentlich ist es das Ziel von Borussias Linksverteidiger, mit der algerischen Nationalmannschaft beim kontinentalen Turnier in Kamerun um den Titel mitzuspielen. Auch Trainer Adi Hütter geht davon aus, „weil Algerien eine sehr gute Mannschaft hat“, wie er vor wenigen Tagen sagte. Doch nun droht dem Titelverteidiger das frühe Aus. Im zweiten Gruppenspiel gegen Äquatorialguinea gab es ein überraschendes 0:1 (0:0) – womit Algerien vor dem abschließenden Duell mit der Elfenbeinküste auf dem letzten Tabellenplatz seiner Gruppe steht.

Wie schon beim dürftigen 0:0 zum Auftakt gegen Sierra Leone haperte es beim Titelaspiranten gegen Äquatorialguinea an einem flüssigen Kombinationsspiel. Es fehlten Tempo und Ideen, um den Abwehrverbund des Außenseiters in Bedrängnis zu bringen. Bensebaini, im Spiel früh mit Gelb verwarnt, sorgte nach 68 Minuten für etwas Gefahr, als er einen Eckball mit dem Kopf verlängerte und Jesus Owono, Torwart Äquatorialguineas, den Ball durch die Finger rutschen ließ. Einer seiner Teamkollegen klärte die Situation jedoch.

Kurz darauf ging der Underdog nach einer eigenen Ecke in Führung, Esteban Orozco drückte den Ball über die Linie. Algerien wurde nun deutlich druckvoller, präsentierte sich vor dem gegnerischen Tor aber wie schon gegen Sierra Leone extrem harmlos. Auch Bensebaini kam nochmals zum Abschluss, sein Schuss mit dem schwächeren rechten Fuß wurde indes abgeblockt. So blieb Algerien zum zweiten Mal in Folge ohne Tor und musste nach 35 Länderspielen erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen.

Schmerzhafter als ein verpasster Weltrekord – der liegt bei Italien mit 37 Spielen ohne Niederlage – ist für Bensebainis Team das drohende Aus in der Gruppenphase. Der Titelverteidiger steht nun am Donnerstag (17 Uhr) im letzten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste enorm unter Druck und benötigt einen Sieg. Denn ein Unentschieden wird wohl nicht reichen, um mit dann zwei Punkten in der Endabrechnung zu einem der vier besten Gruppendritten zu gehören, die ebenfalls noch ins Achtelfinale einziehen.

Sollte Algerien tatsächlich das frühe Aus ereilen, würde Bensebaini den Borussen auf jeden Fall wieder für das Bundesligaspiel bei Arminia Bielefeld am 5. Februar zur Verfügung stehen. Hütter hätte dann auf der linken Seite wieder einen erfahrenen Spieler als Alternative zu den Youngstern Luca Netz und Joe Scally. Gelingt Algerien der Sieg am Donnerstag, lebt der Traum vom erneuten Titel beim Afrika-Cup indes weiter. Das Endspiel wird am 6. Februar in Yaoundé ausgetragen.