Borussia Mönchengladbach: Josip Drmic würde gerne beim Verein bleiben

Borussia in China : Josip Drmic gibt Bewerbungen ab

Josip Drmic hat in den letzten vier Spielen drei Tore erzielt. Sein Vertrag endet am 30. Juni. Er kann sich vorstellen, in Gladbach zu bleiben.

Am Ende gab es sogar einen Pokal für die Borussen. In aller Freundschaft mithin, nach dem Treffen mit dem chnesischen Erstlgisten Guangzhou R&F, das einen 4:0-Erolg des künftigen Europa-League-Teilnehemers brachte. So haben die Gladbacher im letzten Spiel der Saison doch noch „etwas Blechernes“ in Händen gehalten, auch wenn es sicherlich anderes „Blechernes“ war, als das, von dem Sportdirektor Max Eberl träumt.

Einer, der mit seinem Tor zum 2:0 aktiv zum Sieg beitrug, war Josip Drmic. Es war ein feiner Schuss, den er vor 6783 Zuschauern produzierte: Er schlenzte den Ball im hohen Bogen ins lange Eck. Drmic traf somit zum dritten Mal in den letzten vier Spielen. Wobei seine Tore zum 2:2 gegen 1899 Hoffenheim und zum 1:0 beim 4:0 in Nürnberg weit wichtiger und wertvoller waren als das in China. Schließlich brachten die beiden Einschüsse letztlich vier Punkte ein und sorgten dafür, dass Borussia in der nächsten Saison in der Europa League mitmachen kann.

Für Drmic sind alle seine Tore Bewerbungen, die er abgibt. Denn am 30. Juni 2019 endet vertragsgemäß sein Arbeitsverhältnis mit Borussia. Dass er gern bleiben würde, hatte er unserer Redaktion schon vor Wochen gesagt. Jetzt bekräftigte er den Wunsch nochmal in der „Sportbild“. „Ich kann mir vorstellen zu bleiben, ich fühle mich wohl in Gladbach“, wird er zitiert. Weiter heißt es: „Wenn der Verein mir eine Zukunft anbietet, höre ich mir das an.“

Marco Rose übernimmt ab dem 1. Juli das Traineramt von Dieter Hecking, bei dem Drmic nur eine Randfigur war. Der Stürmer hatte die Freigabe, sich einen neuen Verein zu suchen, fand aber keinen, darum blieb er. Zunächst im Sommer 2018 nach der WM, bei der er dabei war und auch ein Tor schoss nach seiner langen Verletzungsgeschichte. Und auch im Winter. Das Schicksal wollte es dann, dass ausgerechnet Drmic zum Europa-Helden avancierte. Das hat auch Rose in Salzburg mitbekommen, natürlich.

Aber hat Drmic deswegen wieder eine Zukunft in Gladbach? „Ein neuer Trainer ist wie ein neuer Verein“, sagte er. Der 26-Jährige glaubt an seine Chance, auch weil er weiß, dass sie in Gladbach wissen, was sie an ihm haben. Einen Stürmer, der eine Verletzungsgeschichte hat, der aber auch wichtige Tore kann.

Wenn sich Rose die Instagram-Seite des Schweizers anschaut, sieht er weitere Bewerbungen in Form von Bildern, die Erfolg illustrieren: Drmic beim Torjubel nach dem Hoffenheim-Treffer, Drmic beim Torjubel nach dem Tor in Nürnberg. Oder Drmic bei einem spektakulären Fallrückzieher im Training. Ob all das reicht, ihm einen neuen Vertrag zu bescheren, wird sich zeigen.

Drmic jedenfalls wäre als Backup für den Angriff denkbar. Dass er bereit ist, wenn der Moment kommt in dem er gebraucht wird, hat er nun schon zum zweiten Mal bewiesen. Schon in der Vorsaison war er im Schlussspurt extrem produktiv, als er in sechs Spielen viermal traf. Rose ist einer, der Mentalität für wichtig erachtet, Und wer Dinge tut wie zuletzt Drmic, und das quasi aus dem Nichts, der hat Mentalität.

Auch andere Klubs werden gesehen haben, dass Drmic noch da ist. Weniger wegen seines China-Tores, das er eher im kleinen Kreis erzielte, sondern vielmehr wegen der Großtaten auf der großen Bundesliga-Bühne. So hat Drmic viel Werbung in eigener Sache gemacht.

Am Donnerstag reist er mit seinen Kollegen nach Shanghai, der zweiten Station der Reise ins Reich der Mitte. Vielleicht ergibt sich auf der Tour auch Gelegenheit, um mit Manager Max Eberl nochmal über seine Zukunft zu plaudern.

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