Borussia Mönchengladbach: Klarer Sieg bei China-Klub Guangzhou R&F

Borussia in China : Adrenalin-Kick und vier Tore in Guangzhou

Die Borussen haben das Testspiel beim Erstligisten Guangzhou R&F mit 4:0 gewonnen. Vorher erlebten einige Gladbacher den Thrill eines Freefall-Towers in 460 Meter Höhe.

Dass Fußballer hoch hinaus wollen, gehört zum Berufsbild. In ganz besonderer Höhe waren nun die Borussen Moritz Nicolas, Tobias Strobl, Tobias Sippel, Oscar Wendt, Torben Müsel und Josip Drmic in Guangzhou, der Elf-Millionen-Einwohner-Stadt im Süden Chinas, unterwegs. Sie besichtigten den Canton Tower, einen 600 Meter hoher Aussichtsturm, der das fünfthöchste Gebäude der Welt ist.

Mit einem Lift ging es zunächst auf die erste Aussichtsplattform in 428 Metern Höhe. Dort trübte der Nebel ein wenig die Sicht auf Guangzhou, wo die Borussen derzeit im Rahmen ihrer Werbetour sind. Für die sechs Spieler ging es noch weiter hoch, hinauf auf das 460 Meter hohe Dach des Gebäudes. Dort gibt es einen 30-Meter-Freefall-Tower, von dem sich alle sechs Borussen gleich zweimal hinunterstürzten. „Ich bin echt geflasht, das war ein echter Adrenalinkick“, sagte Drmic.

Am Mittwochabend besorgte er sich den nächsten Kick, den besten mithin, den ein Torjäger haben kann: Beim 4:0-Sieg im Testspiel der Borussen beim Erstligisten Guangzhou R&F erzielte Drmic das zweite Tor, nachdem der in China sehr umschwärmte Florian Neuhaus schon nach 63 Sekunden das 1:0 geschossen hatte. Neuhaus war in der ersten Halbzeit der gefährlichste Spieler auf dem Platz. Einmal scheiterte er noch am gegnerischen Torhüter, einmal am Pfosten. Knapp neben das Aluminium platzierte Alassane Plea den Ball bei seinem Tor zum 3:0-Halbzeitstand.

Nach der Pause brachte Co-Trainer Frank Geideck fünf neue Spieler. Und die mussten erstmal die Kontrolle ihrer Reisepässe (!) durch den vierten Offiziellen des Spiels abwarten. Erst dann durften Torwart Moritz Nicolas, Tobias Strobl, Jordan Beyer, Thorben Müsel und Keanan Bennetts auf den Rasen. Auf ihren Trikots prangten, wie bei den Kollegen, die Namen in chinesischen Schriftzeichen – diese Hemden dürften in der Sammlerszene größten Wert haben. Später kamen auch noch Aaron Herzog, Justin Steinkötter und Andreas Poulsen ins Spiel. Der Schwung der ersten Halbzeit, in der es nicht nur bei den Tore einige schöne Kombinationen gab, war bei den Borussen aber weg.

Fast wären die Chinesen zu ihrem Ehrentor gekommen. Doch vor der Pause hatte Tobias Sippel einmal stark reagiert und dann Glück bei einem Lattenschuss. Kurz vor Schluss verhinderte Nicolas den Gegentreffer. Den Schlusspunkt setzte Jonas Hofmann, der den Ball mit links in den Winkel knallte zum 4:0-Endstand in der Nachspielzeit. „Tor für die Borussia“ intonierte daraufhin der mitgereiste Stadionsprecher Torsten „Knippi“ Knippertz und „döppte“ auch mal für die Fans in China.

Nach dem Spiel entfalteten die Borussen ein Dankes-Plakat in chinesischen Schriftzeichen und sagten so den Fans in Gouangzhou „Auf Wiedersehen“. Am Donnerstag reist der Gladbach-Tross weiter nach Shanghai.

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