Borussia Mönchengladbach: Öffentliches Training während der China-Reise

Borussia in China : Elfmeterschießen in Häuserschluchten

Die Borussen hatten Termine und ein öffentliches Training in Guangzhou. Die chinesischen Gladbach-Fans sind textsicher bei der „Elf vom Niederrhein“ und kennen sich mit den Spielern aus. 20 Borussia-Anhänger aus Deutschland sind auch dabei.

Der Herr war textsicher. Torsten Knippertz, Borussias Stadionsprecher, gab den Takt vor und der chinesische Fußball-Freund trällerte den Song, der als „Nationalhymne“ Borussias gilt: „Die Elf vom Niederrhein.“ Am Ende gab es eine freundschaftliche Umarmung von Borussias Stadionsprecher und man war sich einig: Das war eine gelungene Gesangsanlage am Rande des öffentlichen Trainings, das die Borussen im Rahmen ihrer China-Reise am Dienstag um 17 Uhr Ortszeit in Guangzhou absolvierten.

Vormittags waren die Fußballer noch bei diversen Sponsoren- und Marketingterminen eingespannt gewesen, nun gingen sie im kleinen Stadion, das die Heimat der zweiten Profi-Mannschaft des Vereins Guangzhou R&F ist, ihrem Hauptberuf nach. In den Häuserschluchten, die typisch sind für die Elf-Millionen-Einwohner-Stadt im Süden Chinas, gab es bei schwülen Temperaturen eine rund 60 Minuten lange Einheit. Co-Trainer Frank Geideck leitete diese. Der scheidende Cheftrainer Dieter Hecking ist nicht mitgereist ins Reich der Mitte.

Siegreich im Trainingsspiel war das Team in „Grün“ gegen das mit den blauen Leibchen. Und zwar im Elfmeterschießen. Die Fans erfreuten sich an jedem einzelnen Treffer extrem. „Es ist schön, dass wir uns den Fans vor Ort auch beim Training zeigen konnten“, sagte Defensivmann Jordan Beyer, der seit Sonntag 19 Jahre alt ist.

Knapp 200 Fans waren da. Die Menschen im 9.000 Kilometer von Mönchengladbach entfernten Guangzhou sind bestens informiert über den Klub. In keiner chinesischen Provinz sind mehr Menschen Borussia zugetan, als in Guangdong, wo auch Guangzhou liegt. So stand ein Grüppchen chinesischer Fans unweit des Platzes und diskutierte, welche Positionen Beyer spielen kann. Die Reise ist für ihn und die anderen Borussen ein außergewöhnliches Erlebnis. „Es ist eine ganz andere Kultur hier, es ist toll, sie so hautnah kennenlernen zu dürfen“, sagte er.

Beyer und die anderen Borussen geben sich in China volksnah. Auch nach dem Training nahmen sie sich viel Zeit für Autogramme. „Es gab auch Geschenke für uns“, berichtete Tony Jantschke in einem YouTube-Video, das erste Eindrücke der Gladbacher China-Reise vermittelt. Eine Stoffkuh gab es für Jantschke und Jonas Hofmann.

Es sind auch 20 Gladbach-Fans aus Deutschland nach China gereist, sie sind mit Fanbetreuer Jan Ruoff unterwegs. Am Dienstagabend gab es für die offizielle Gladbacher Delegation ein Abendessen mit dem Generalkonsul im Restaurant im 30. Stock des Mannschaftshotels im Zentrum von Guangzhou. Am Mittwoch um 20 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ live bei Fohlen.TV) ist das Spiel beim Erstliga-Team von Guangzhou R&F im Yuexiushan-Stadion.

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