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Borussia Mönchengladbach: Die Stimmen zum Spiel bei Hertha BSC

Stimmen zum Spiel : „Den Punkt nehmen wir nach dem Spielverlauf gerne mit“

Sowohl Mittelfeldspieler Christoph Kramer als auch Torwart Tobias Sippel hoben die Moral der Borussen beim 2:2 in Berlin hervor. Beide zeigten sich aber auch selbstkritisch. Die Stimmen zum Spiel.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff tat sich Christoph Kramer noch schwer, das 2:2 bei Hertha BSC als einen – angesichts der 80-minütigen Unterzahl – gefühlten Sieg zu verbuchen. „Ich denke, wir haben es vernünftig gemacht. Es gab nicht wirklich viele ganz brenzlige Situationen. Und wir hatten im eigenen Ballbesitz immer noch gute Momente, gerade am Ende, als Berlin aufmachen musste. Es war auch zu spüren, dass Hertha verunsichert ist und Fehler macht. Von daher glaube ich, dass mehr drin gewesen wäre“, haderte Borussias Mittelfeldspieler im TV-Interview ein wenig mit dem Unentschieden – um aber gleich hinterherzuschieben: „Aber von der kämpferischen Einstellung her war das ein gutes Spiel von uns, und so zurückzukommen nach dem Rückschlag mit dem 0:1, war sicherlich gut.“

Früh hatten die Borussen eine Rote Karte für Yann Sommer hinnehmen müssen, so dass der Matchplan bereits nach zwölf Minuten über den Haufen geworfen war. „Natürlich hat das einen großen Unterschied gemacht. Jede Mannschaft kann eine Überzahl ausspielen, wir konnten dann einfach keinen Anlaufmoment mehr finden“, sagte Kramer. Die Mannschaft sei gezwungen gewesen, relativ tief zu stehen. „Wir hatten deswegen nicht unser gewohntes Spiel mit vielen guten Ballbesitzpassagen, sind viel hinterhergerannt und mehr über Konter gekommen. Aber das war ja klar in Unterzahl“, fügte der Mittelfeldspieler hinzu.

Zuvor hatten die Borussen nach dem 0:1-Rückstand die Berliner Unsicherheiten in der Defensive eiskalt ausgenutzt und waren dank klug vorgetragener Gegenangriffe zur 2:1-Halbzeitführungen gekommen: Alassane Plea vollendete einen Konter zum Ausgleich, und Lars Stindl verwandelte nach Foul an Marcus Thuram einen Elfmeter. Die Führung hielt nach dem Seitenwechsel allerdings nicht lange an: Cordoba erzielte bereits in der 49. Minute für Berlin den Ausgleich. Und in der Folge drückte die Hertha, ohne indes viele klare Torchancen zu kreieren.

„Wir hatten uns für die zweite Halbzeit ein bisschen mehr vorgenommen, gerade auch mal das Tempo ein wenig rauszunehmen und auf Ballbesitz zu gehen, das ist nicht so gut gelungen“, sagte Tobias Sippel, der nach der Sommers Hinausstellung in die Partie kam und mit einigen Paraden dafür sorgte, dass Hertha nicht noch einmal in Führung ging.

In der Schlussphase taten sich sogar für die Borussen noch ein paar gute Gelegenheiten auf. Darauf machte auch Berlins Trainer Pal Dardai aufmerksam: „Borussia ist eine sehr gute Mannschaft. Da mussten wir auch aufpassen, dass wir in der Schlussphase nicht noch ausgekontert werden.“ Bis auf einen Distanzschuss von Florian Neuhaus kam bei den Gegenangriffen der Gäste aber auch nichts Gefährliches heraus. „Im Großen und Ganzen können wir mit dem Ergebnis ganz gut leben. Nach dem Spielverlauf ist das ein Punkt, den wir natürlich sehr gerne mitnehmen“, fasste Sippel zusammen.