Fohlenfutter-„Nachspielzeit“ Darum ist das 2:2 eher ein gewonnener Punkt als zwei verlorene Zähler

Analyse | Berlin · Borussia hat in Unterzahl ein 2:2 bei Hertha BSC erkämpft. Es wäre mit ein wenig mehr Mut aber vielleicht sogar mehr drin gewesen. Daran hatte auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Insgesamt ging das Remis aber in Ordnung.

 Alassane Plea erzielte Borussias 1:1.

Alassane Plea erzielte Borussias 1:1.

Foto: dpa/Soeren Stache

Wie fielen die Tore? Denis Zakaria kam in der 23. Minute im Zweikampf im Strafraum nicht an Jhon Cordoba heran, der Berliner legte zurück und Christoph Kramers Fußspitze fälschte den Schuss von Santiago Ascacibar unhaltbar für Tobias Sippel ab zum 1:0. Der stand gerade acht Minuten im Tor nach der Roten Karte gegen Yann Sommer (14.). Vier Minuten nach dem Rückstand spielte Marcus Thuram auf der anderen Seite einen perfekten Pass auf Alassane Plea, der den Berliner Abwehrspielern enteilte und Torhüter Alexander Schwolow mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke keine Chance ließ. So tat es auch Lars Stindl, der in der 38. Minute per Elfmeter sein zwölftes Saisontor und die 2:1-Führung erzielte. Nach seinem Fehlschuss in Augsburg übernahm Stindl wieder Verantwortung und traf sicher. Zuvor hatte Plea mit einem fordernden Pass auf Thuram das Foul von Niklas Stark heraufbeschworen. In der 49. Minute wehrte Sippel den Schuss von Ascacibar gut zur Seite ab. Die folgende Flanke fand dann aber Cordoba, der am kurzen Pfosten zum 2:2 traf.