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VfR Neuss unverhofft mitten im Abstiegskampf

Halbzeitbilanz VfR Neuss : Unverhofft mitten im Abstiegskampf

Ein personeller Aderlass hat dem Fußball-Traditionsverein in der A-Liga heftig zugesetzt. Dank einiger Wintertransfers wähnen sich die Neusser für die Rückrunde besser gewappnet.

Die Fußballer des VfR Neuss kämpften in der Hinrunde mit Personalproblemen und rutschten tief in den Tabellenkeller der Kreisliga A ab. Im Winter hat der Klub auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen und den Kader in der Breite verstärkt.

Saisonverlauf Eigentlich begann die Saison des VfR Neuss ganz ordentlich. Vier Siege, ein Remis und drei Niederlagen standen nach acht Spieltagen zu Buche. Was danach passierte, will man beim VfR Neuss wohl am liebsten Vergessen. Aus den restlichen acht Begegnungen holte die Truppe von Trainer Cengiz Yavuz gerade mal mickrige drei Punkte. Das letzte Spiel vor Weihnachten gaben die Neusser sogar kampflos an den VdS Nievenheim ab. „Wir hatten nur Probleme mit Verletzten und Kranken. Es war teilweise schwierig, überhaupt ein Team zusammenzubekommen“, erklärt Yavuz. Die Hinrunde beendete der Traditionsklub auf Rang 13 und befindet sich damit in akuter Abstiegsgefahr.

Das war gut „Die Qualität ist da, wenn mir genügend Spieler zur Verfügung stehen und ich mehrmals wechseln kann“, sagt Yavuz. Als Beispiel führt er den 5:2-Erfolg gegen Grevenbroich-Süd Ende November an – eines der wenigen Spiele, bei denen Yavuz noch aus dem Vollen schöpfen konnte.

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Das war schlecht Die kurzfristigen Abgänge von Mario Dundovic, Mustafa Saleh und Nico Kempermann (alle SVG Weißenberg) im Sommer konnte Neuss nicht kompensieren – um noch adäquaten Ersatz zu finden, war keine Zeit mehr. So fehlte es dem Kader in der Hinrunde vor allem auch an Breite. Trotz der Umstände macht Yavuz seinen Jungs einen deutlichen Vorwurf: „Die Einstellung nach Gegentoren war miserabel. Wir konnten mit Rückschlägen überhaupt nicht umgehen und haben uns hängen lassen“, so Yavuz.

Personal Der VfR Neuss muss im Winter gleich vier weitere Abgänge verkraften. Ahmed Hamdi und Hussein Hammoud schließen sich Zons an, Sebastian Berndsen und Jean-Paul Onana haben sich abgemeldet. Aber: Dieses Mal konnte der VfR Neuss rechtzeitig für Ersatz sorgen. Ersin Davacri (SVG Grevenbroich), Ibrahim Koulibaly (SV Oberblik), Makan Konare (SC Kapellen II), Senol Eren, Selcuk Eren (beide zuletzt DJK Gnadental), Abdul Semi Akbaba, Umut Erdogdu (beide FSV Vatan), Güven Dalkiran und Tolga Simsek (reaktiviert) verstärken den Kader. Und: Kwadwo Atta-Yeboah ist nach einer OP zurück.

Ausblick Von größeren Zielen hat sich der VfR Neuss längst verabschiedet. Für Trainer Cengiz Yavuz zählt nur eins: „Wir dürfen nicht absteigen.“ Wegen der erfolgreichen Wintertransfers blickt er optimistisch in die Zukunft. „Wir haben gute Jungs geholt“, so Yavuz. Seit dem 3. Januar ist der VfR Neuss im Training. Gegen den FC Bosporus (7:6), Victoria Menrath (0:8) und den VfB Korschenbroich (0:1) hat der VfR bereits getestet. Bis zum Saisonstart gegen Rosellen stehen noch Testspiele gegen RW Elfgen (26. Januar), Neukirchen (30. Januar), TJ Dormagen (2. Februar) und SV Rheydt (6. Februar) an.