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Floorball: DJK Holzbüttgen schreibt in Leipzig Pokal-Geschichte

Floorball : DJK Holzbüttgen schreibt Pokal-Geschichte

Mit einem 4:1-Sieg beim Deutschen Meister MFBC Leipzig zieht der Floorball-Erstligist aus Kaarst ins Final4-Turnier ein. Das findet am 5./6. März in Berlin statt.

Der Titel „Sieben Tage für die Ewigkeit“ ist zwar schon vergeben, macht aber nicht nur Lust auf den Roman von Marc Levy, sondern passt auch gut zur überaus erfolgreichen (Sport-)Woche der DJK Holzbüttgen. Die begann für die Kaarster Floorballer in der Bundesliga mit einem 10:3-Heimsieg über den ungeschlagen angereisten Spitzenreiter UHC Sparkasse Weißenfels und fand mit dem nicht minder glorreichen 4:1-Erfolg im Viertelfinale des Deutschlands-Pokals beim Meister MFBC Leipzig ihren Höhepunkt. Absolute Gänsehaut!

Umso erstaunlicher, wie abgebrüht Nils Hofferbert nach dem dritten Halbfinaleinzug seit 2017 vom Feier- zurück in den Kampfmodus wechselte. Nur dabei sein ist längst nicht mehr genug: „Mit jeder Qualifikation steigen unsere Ansprüche. Nach der coronabedingten Absage 2020 sind wir nun natürlich besonders heiß. Wir wissen, dass wir mit einer Topleistung jedes Team schlagen können.“ Das sieht dann wie in Leipzig aus. Während die mit vier Nationalspielern prominent besetzten Sachsen den Ball bei ihren gefährlichen Vorstößen nicht ins Tor brachten, trumpften die selbstbewussten Gäste auf. Auf dem Weg zum Matchwinner brach Nils Hofferbert mit dem Volleyschuss zum 1:0 kurz vor Ende des ersten Drittels den Bann. Die Vorarbeit hatte Janos Bröker geleistet.

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Gemeinsam mit Jannik Heinen spielte der Stürmer, wie Janos Bröker, Niklas Bröker und Torben Kleinhans im Dezember mit Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Helsinki im Einsatz, den Gegner schwindelig. Nicht ganz zufällig traf Heinen auf Vorlage von Hofferbert zum 2:0 (24. Minute). Gut für die Gäste, dass sie sich nach dem Abschlusstreffer von Marco Gühlke (27.) vor allem zu Beginn des Schlussdrittels auf ihren famosen Torhüter Jan Saurbier verlassen konnten. Er hielt seinen Kasten fortan sauber und vorne schaffte Hofferbert endgültig Fakten: Mit seinem Doppelschlag in der 46. und 47. Minute zum 4:1 machte der 21-Jährige alles klar. Leipzigs Trainer Marcus Rosenthal ging zwar noch einmal All-in, brachte für seinen Goalie den sechsten Feldspieler, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Trotz überragender Vorstellung sah Hofferbert den Auswärtssieg als Gesamtkunstwerk: „Jeder von uns hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Unsere große Stärke ist die Flexibilität, wir sind nur ganz schwer auszurechnen.“  

Das Final4-Turnier am 5./6. März in der majestätischen Max-Schmeling-Halle komplettieren die gastgebenden Berlin Rockets, der UHC Weißenfels, der sich beim TV Schriesheim mit 4:2 durchsetzte, und der ETV Piranhhas Hamburg nach seinem 8:4-Heimsieg über Blau-Weiß 96 Schenefeld. Für die DJK waren in Leipzig im Einsatz: Domenic Saurbier, Jan Saurbier, Simon Böggering; Linus Joest, Torben Kleinhans, Jesse Turka, Jannik Heinen, Nils Hofferbert, Maximilian Spöhle, Janos Bröker, Niklas Bröker, Mikko Koivisto, Mark Jones, Dennis Schiffer, Edvards Stakis, Moritz Neustadt, Eemeli Pelamo, Conrad Lewalder, Torben Lange, Kevin Strauss.