Landesliga: Holzheimer SG ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen

Fußball : Landesliga: HSG ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen

Dem Neuling reicht am letzten Spieltag in Amern ein Punkt zum Klassenverbleib.

Viel mehr Spannung ist kaum möglich: Am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga geht es nur in den Partien FSV Vohwinkel gegen den VfL Jüchen/Garzweiler (beide Klubs sind bereits abgestiegen), Heiligenhaus gegen Fischeln und TVD Velbert gegen Teutonia St. Tönis (Meister TurnVerein Dalbecksbaum gewann bereits am Dienstag mit 4:3) um nichts mehr. Für die restlichen sechs Matches gilt: Auf- und Abstiegskampf pur.

Gesucht wird noch eine Mannschaft, die den Düsseldorfer SC 99, Vohwinkel, Jüchen/Garzweiler und Heiligenhaus in die Bezirksliga begleitet – und dabei ist selbst der VfB Solingen auf Rang neun mit stattlichen 44 Punkten nicht sicher. Mittendrin die Holzheimer SG, die drei Heimsiege in Folge hinter dem punktgleichen FC Remscheid (drei Tore besser) mit 43 Zählern auf Rang elf katapultiert haben. Und das heißt: Gewinnt die HSG am Sonntag in Amern (zuletzt mit fünf Niederlagen in Folge), ist der Neuling durch. Genau das hat Trainer Guido van Schewick vor: „Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen und die Saison erfolgreich abschließen.“ Er erinnert sich indes auch ans Hinspiel: „Das hat Amern bei uns mit 5:0 gewonnen – und das absolut verdient. Die waren richtig stark.“ Zur Beruhigung: Seinen Jungs würde auch ein mit einem Punkt belohntes Unentschieden reichen, denn im Duell VfB Solingen (44) Punkte) gegen MSV Düsseldorf (41) treffen zwei direkte Konkurrenten aufeinander. Da die Holzheimer (-19) gegenüber den Solingern (-23), denen die 1:7-Pleite am vergangenen Sonntag in Kapellen zum Verhängnis werden könnte, über das bessere Torverhältnis verfügen, hätten sie bei Punktgleichheit die Nase vorne.

Selbst eine Niederlage in Amern müsste nicht zwangsläufig zum Abstieg führen. Das wäre nur der Fall, wenn gleichzeitig der MSV Düsseldorf in Solingen gewinnt, der ASV Süchteln (41 Punkte) Schlusslicht Düsseldorfer SC 99 schlägt, Odenkirchen (42) im Lokalderby den Aufstiegskandidaten 1. FC Mönchengladbach bezwingt und der TSV Meerbusch II (42) beim Cronenberger SC, der sich im Fernduell mit Gladbach um Rang zwei keine Blöße geben darf, mindestens einen Punkt einbringt.

Natürlich kennt auch van Schewick alle möglichen Konstellationen, von großem Interesse sind sie für ihn freilich nicht. „Wir wollen uns auf keine Rechnerei einlassen“, stellt er stattdessen klar. Besonders motiviert sein dürften Maurice Girke, Yannick Joosten, Nico Bayer und alle Akteure, die den Verein verlassen werden.  Van Schewick: „Keiner will sich hier als Absteiger verabschieden.“

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