Kreis 5: Vorschau auf den letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga A.

Fußball : Spannung bis zur letzten Sekunde garantiert

Wer steigt ab? Wer bleibt drin? Die große Vorschau auf den letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga A.

Wenn die Schiedsrichter am Sonntag um 15 Uhr den letzten Spieltag in der Fußball-Kreisliga A anpfeifen, spukt das Abstiegsgespenst gleich auf drei Plätzen. Selbst nach dem Abpfiff könnte die Zukunft für ein Team noch ungewiss sein.

Die Konstellation. Wer steigt ab? Wer bleibt drin? Dafür braucht man in diesem Jahr mal wieder einen Doktortitel: Feststeht, dass mindestens vier Teams den Gang in die Kreisliga B antreten müssen. Für die SVG Weißenberg und die SG Neukirchen/Hülchrath ist der Kampf schon beendet. Sicher ist zudem, dass die VdS Nievenheim II eine Klasse runtergeht – allerdings nur, weil die offizielle erste Mannschaft nach dem Rückzug aus der Bezirksliga absteigt. Zusätzlich wird der 14. Platz nicht für den Ligaverbleib reichen. Platz 13 hat eine ungewisse Zukunft. Da wird die Bezirksliga eine entscheidende Rolle spielen: Alles hängt davon ab, ob es noch einen weiteren Absteiger aus dem Kreis Neuss/Grevenbroich gibt. Sollten Delhoven oder Uedesheim noch abrutschen, müssten sie wohl aber erst noch in eine Relegation. Für Platz 13 heißt es also: warten.

Die Ausgangslage. Niemand hätte vor wenigen Wochen noch gedacht, dass die Sportfreunde Vorst (31 Punkte/-8 Tore) am letzten Spieltag noch um den Klassenerhalt zittern müssen. In vier Spielen hat es Vorst jedoch nicht geschafft, die nötigen drei Punkte zu holen. Doch im direkten Duell mit Hoisten reicht schon ein Zähler, um die Katastrophe zu verhindern. Maximal kann Vorst noch auf Platz 13 abrutschen. Die DJK Hoisten (29 Punkte/-25 Tore) war eigentlich auch schon weit enteilt. Doch zwei Siege aus den vergangenen zehn waren zu wenig. Immerhin konnte der Negativtrend gegen Nievenheim nach einem 0:2-Rückstand noch gestoppt werden. Damit konnte sich die Germania dank des besseren Torverhältnisses immerhin vor Kaarst halten. Dennoch droht bei einer Niederlage gegen Vorst der direkte Abstieg.

Die SG Kaarst II (29 Punkte/ -54 Tore) bringt wohl die beste Form mit in den letzten Spielabschnitt. Drei Siege in Folge, fünf Spiele ungeschlagen – so lautet die Bilanz. Gegner ist am heimischen Kaarster See den SVG Grevenbroich. Kaarst braucht Minimum ein Remis, mit einem Sieg wäre Kaarst definitiv gerettet. Dass der TSV Norf (27 Punkte/ -28 Tore) überhaupt noch um den Klassenerhalt kämpfen darf, grenzt schon an ein Wunder. Erst mit fünf Siegen aus den letzten sechs Partien hat sich Norf noch die Chance bewahrt. Am letzten Spieltag muss zu Hause gegen den TuS Hackenbroich definitiv der nächste Erfolg her, sonst spielt Norf nach zwei Jahren in der Kreisliga A wieder eine Klasse tiefer.

Die Trainer. Oli Cremer (SF Vorst) ist bedient. „Wir haben den Jungs versucht klarzumachen, dass wir uns selber in die Situation gebracht haben. Wir müssen gewinnen – ohne wenn und aber.“ Das größte Problem sieht Cremer weiterhin in der Einstellung seiner Kicker: „Es gilt Wille vor Talent. Wenn ich nicht will, dann bringt mir auch das Talent nichts. Wir müssen den Kampf endlich annehmen.“ Hoistens Interimscoach Marcus Schwarz berichtet nach dem Sieg gegen Nievenheim von deutlich „besserer Stimmung“ im Team. „Es geht um alles. Wir haben es selbst in der Hand“, so Schwarz, der sagt: „Das könnte ein guter Abschluss einer bescheidenen Saison werden.“ Hoffnung macht Schwarz das Hinspiel: Hoisten spielte groß auf und siegte 6:0 in Vorst.

„Bevor die Rechenschieber rausholen, gewinnen wir das Spiel lieber“, sieht es Kaarsts Trainer Pedrag Stojkovic pragmatisch, gibt aber zu: „Wir haben Schiss. Wir haben für den Saisonabschluss nicht mal was vorbereitet.“ Den SVG Grevenbroich schätzt Stojkovic als „schweren Gegner“ ein, hofft aber ein wenig darauf, dass die Luft bei Gencler bereits raus ist. Für Norfs Trainer Fabian Nellen zählt gegen Hackenbroich nur eins: Der Sieg. „Wir müssen mit der richtigen Spannung in die Partie gehen und voll fokussiert sein. Uns muss bewusst sein, dass mit einem Spiel alles vorbei sein kann. Wir wollen diesen Druck positiv annehmen.“

Die weiteren Partien. Für den Rest der Liga geht es am letzten Spieltag nur noch um Punkte und Platzierungen. Die SVG Weißenberg empfängt die SG Neukirchen/Hülchrath zum Duell der Absteiger. Meister SVG Rommerskirchen/Gilbach verabschiedet sich gegen die Reserve des SC Kapellen in die Bezirksliga. Die DJK Novesia trifft im letzten Spiel von Trainer Sa Franciamore auf den Kreispokalfinalisten 1. FC Grevenbroich-Süd. Der BV Wevelinghoven beendet die Saison mit einem Heimspiel gegen den SV Rosellen und der VdS Nievenheim muss zum Abschluss beim Lokalrivalen FC Zons ran.

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