Fünf Dormagener starten bei Fecht-EM in Düsseldorf

Fechten : Dormagener Quintett ficht bei Heim-EM

Max Hartung, Benedikt Wagner, Matyas Szabo, Anna Limbach und Lea Krüger für die Fecht-Europameisterschaften in Düsseldorf nominiert. Bei der U23-EM in Plovdiv erkämpft sich Raoul Bonah die Bronzemedaille mit dem Säbel.

Zwei Mal in Folge wurde Max Hartung Europameister der Säbelfechter. Die kommenden Titelkämpfe sind trotzdem Neuland für den 29-Jährigen, der seit Kindesbeinen an für den TSV Bayer Dormagen auf die Planche steigt: „Ich kann quasi mit der S-Bahn vom Training zum Wettkampf fahren,“ sagt Hartung mit Blick auf die Europameisterschaften, die vom 17. bis 22. Juni in der Düsseldorfer Messehalle 8b ausgetragen werden.

Für die Säbel-Wettbewerbe hat der Deutsche Fechterbund jetzt fünf Aktive des TSV Bayer Dormagen nominiert. Neben dem Titelverteidiger treten bei den Männern noch Matyas Szabo und Benedikt Wagner, der Europameister von 2016, im Einzelwettbewerb (19. Juni) an. Dieses Trio bildet gemeinsam mit Björn Hübner (FF Werbach) das Aufgebot für den Teamwettbewerb, der am 22. Juni die kontinentalen Titelkämpfe beschließt. Bei den Frauen (Einzel am 17. Juni, Team am 20 Juni) sind aus Dormagen Anna Limbach und Lea Krüger dabei, außerdem wurden Ann-Sophie Kindler (TSG Eislingen) und die ebenfalls in Dormagen lebende und trainierende Julika Funke (FC Würth Künzelsau) nominiert. „Eine EM im eigenen Land ist natürlich etwas ganz Besonderes. Man kann die Euphorie im Umfeld bereits spüren und wir hoffen, dass viele den Weg nach Düsseldorf finden, um unsere Athleten zu unterstützen,“ sagt Olaf Kawald, der Sportliche Leiter der Dormagener Fechter.

Auf solche Fan-Unterstützung müssen die Starter bei den U23-Europameisterschaften verzichten, denn die werden bis Sonntag im bulgarischen Plovdiv ausgetragen. Das hinderte Raoul Bonah aber nicht daran, am Donnerstag für die erste Medaille des Deutschen Fechterbundes zu sorgen. Der 20-Jährige vom TSV Bayer Dormagen musste sich im Einzelwettbewerb der Säbelfechter erst im Halbfinale geschlagen geben, nachdem er sich bis dahin gegen Lehel Gyorgy (Ungarn, 15:9), Vladislav Pozdnyakov (Russland, 15:13) und Alberto Arpino (Italien, 15:7) durchgesetzt hatte. Im Halbfinale bedeutete dann eine 10:15-Niederlage gegen Anatoliy Kostenko die Bronzemedaille für den Dormagener, der Russe setzte sich anschließend im Finale mit 15:12 gegen Leonardo Drossi (Italien) durch. „Raoul hat ein super Turnier gefochten und sich mit der Bronzemedaille belohnt,“ freute sich Nachwuchs-Bundestrainer Dan Costache und bezieht in das Lob auch die übrigen Fechter ein: Lorenz Kempf (Dormagen) wurde nach seiner 13:15-Niederlage im Achtelfinale gegen George Dragomir (Rumänien) Siebter, Frederic Kindler (TSG Eislingen) und Luis Bonah (Dormagen) folgten auf den Plätzen 16 und 20. „Das stimmt mich optimistisch für den Mannschaftswettbewerb am Samstag,“ sagt Costache. Weniger gut lief es für die Säbelfechterinnen: Katharina Peter (36.) und Liska Derkum (40., beide Dormagen) verabschiedeten sich schon nach der Vorrunde.