VfL Jüchen/Garzweiler nimmt jeden Punkt im Abstiegskampf

Fußball : Jüchen/Garzweiler nimmt jeden Punkt im Abstiegskampf

Im Heimspiel gegen Teutonia St. Tönis sind die Schützlinge von Trainer Georg Krahwinkel am Sonntag nur Außenseiter.

Der deutliche 6:1-Erfolg beim Schlusslicht Düsseldorfer SC 99 am vergangenen Wochenende, so schön er für die in den Abstiegskampf der Landesliga verstrickten Fußballer des VfL Jüchen/Garzweiler auch war, geht nur als Pflichtsieg in die Akten ein. Obwohl er mit seinen Schützlingen gleich in seinem ersten Match beim Comeback auf dem Trainerstuhl die Abstiegsplätze verließ, will Georg Krahwinkel mehr. Seine Vorgabe für das Heimspiel am Sonntag gegen den bärenstarken Aufsteiger Teutonia St. Tönis: „Wir müssen weiter punkten.“

Mit einem Unentschieden könnte der 68-Jährige schon sehr gut leben, ist er als Realist doch ein großer Anhänger der Eichhörnchen-Methode: „Wir sammeln Punkt für Punkt ein.“ Das Hinspiel endete mit einem torlosen Remis, aber Krahwinkel weiß um die Kräfteverhältnisse am Sonntag: „Fußballerisch ist der Gegner besser als wir.“ Genau darum trifft ihn die Rote Karte für Kosta Jamarishvili in Düsseldorf hart. Seine Kritik: „Dass man bei einer 5:1-Führung wegen Beleidigung vom Platz kommt, geht gar nicht. Da hat uns Kosta einen Bärendienst erwiesen, denn ihn kann man im Abstiegskampf eigentlich nicht ersetzen.“ Ist der Edeltechniker nach abgelaufener Sperre in drei Wochen wieder dabei, könnte die Saison für seinen Teamkollegen Sven Rixen mit einem Syndesmose-Riss bereits zu Ende sein.

Dabei benötigt der VfL im Endspurt jeden Spieler, schließlich könnten, wenn es ganz dumm läuft, sogar fünf Mannschaften in die Bezirksliga absteigen. In der Regionalliga hat der SV Straelen in Ex-Europameisterin Inka Grings zwar seit wenigen Wochen die erste Trainerin in der vierthöchsten Spielklasse, aber eben auch nur noch zwei Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz. Muss Straelen runter in die Oberliga Niederrhein, würde das auch in der Landesliga zu einem vermehrten Abstieg führen. Keine schöne Aussicht.