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Derman Disbudak: Sportliche Heimat in Gnadental gefunden

Fußball-Bezirksliga : Sportliche Heimat in Gnadental gefunden

Derman Disbudak hatte großen Anteil wichtigen am 5:1-Sieg der DJK gegen Dormagen im Topspiel der Fußball-Bezirksliga. Nach vielen Vereinswechseln fühlt er sich bei den Gnadentalern jetzt sehr wohl.

Die fußballerische Vita von Derman Disbudak zeigt, dass er in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatte, eine sportliche Heimat zu finden. Nach dem Wechsel zu den Senioren hielt es der 29-Jährige für eine lange Zeit nur einmal für zwei Jahre bei einem Verein aus, ansonsten war die Verweildauer in der Regel deutlich kürzer. Bis den Stürmer 2019 die Anfrage des Gnadentaler Trainers Stefan Pennarz erreichte. Disbudak ist mit der DJK gerade in seine dritte Spielzeit gegangen. Und dass er sich wohlfühlt, stellte er mal wieder am Sonntag im Topspiel beim TSV Bayer Dormagen unter Beweis. Zum 5:1-Erfolg trug er zwei Tore und eine Vorlage bei.

„Hier passt es einfach. Mitspieler, Trainer und Vorstand sind super“, sagt Disbudak. Dass er es früher nicht so lange bei einem Verein aushielt (in der Saison 2017/2018 machte er auch mal fünf Landesliga-Spiele für den SC Kapellen), hatte aus seiner Sicht unterschiedliche Gründe. „Mal hat es an Fahrtzeiten gelegen, mal hat es zwischen mir und dem Trainer nicht gepasst.“ Auch Stefan Pennarz hatte gehört, dass Disbudak auf dem Platz schon mal schwer zu bändigen ist. Dennoch machte er sich 2019 für seine Verpflichtung stark. Und das, obwohl sich Disbudak bei der vorherigen Station in Heiligenhaus seinen ersten Kreuzbandriss zugezogen hatte. Ein zweiter im anderen Knie folgte nach 14 Spielen und 16 Toren in der ersten Saison bei Gnadental.

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 „Er hat eine eigene Persönlichkeit. Aber man braucht auch solche Typen in der Mannschaft“, erklärt Pennarz, der aber einen guten Zugang gefunden hat und Disbudak zu bremsen weiß, wenn ihm auf dem Platz die Sicherungen durchzubrennen drohen. Dabei hilft allerdings auch, dass der gebürtige Neusser inzwischen zweifacher Vater ist. Das hat ihn insgesamt ruhiger werden lassen. Wäre da noch das Problem, dass Derman Disbudak zwar über großes Talent und einen extrem gefährlichen linken Fuß verfügt, was ihn nach seiner Jugendzeit beim KFC Uerdingen und einem Abstecher zum türkischen Drittligisten Menemenspor kurzzeitig vom Profigeschäft träumen ließ, er auf dem Platz aber nicht sonderlich gerne viel läuft. In Gnadental löst Stefan Pennarz das, in dem er dem 29-Jährigen einen laufstarken Kollegen an die Seite stellt. Gegen Dormagen war das der wiedergenesene Andrej Hildenberg. Nach seinem Treffer zum 2:1 per direkt verwandelter Ecke legte Disbudak dann aber auch so noch mal einen Zahn zu, als er kurz nach der Pause einen Elfmeter übers Tor schoss. Weil ihn das wurmte, gab er Vollgas, traf noch zum 4:1 und legte Maurice Gierke das 5:1 auf. Disbudak weiß, dass die DJK viel Potenzial hat, bleibt aber bescheiden: „Wir wollen oben mitspielen. Ob das klappt, muss sich zeigen.“