Rhein-Kreis Neuss: Ernährungsindustrie sucht Azubis

NGG im Rhein-Kreis Neuss : Ernährungsindustrie sucht Azubis

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres gibt es im Rhein-Kreis Neuss noch freie Lehrstellen in der Lebensmittel- und Ernährungsindustrie. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit.

Die NGG KrefeldNeuss beruft sich dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Gewerkschafter Karim Peters appelliert an Schulabgänger, sich auch in der Ernährungsbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Lebensmittelindustrie bietet hochtechnische Berufe bei überdurchschnittlicher Bezahlung. Im Rhein-Kreis Neuss haben Firmen jetzt noch 22 freie Plätze für künftige Experten rund ums Essen und Trinken zu vergeben.“

Die Ernährungsindustrie ist der viertgrößte Industriezweig in Deutschland – und laut NGG mit 3800 Beschäftigten allein im Rhein-Kreis Neuss ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Peters. Nach Einschätzung des NGG-Geschäftsführers dürften gelernte Fachleute künftig kaum Probleme haben, eine passende Stelle zu finden. „Gefragt ist insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Wer das lernt, hat nach der Ausbildung einen soliden Titel in der Hand. Je nach Betrieb können Gesellen eine Spezialisierung etwa für Getränke, Brot- oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen“, erklärt Peters.

Aber Lebensmitteltechniker seien nicht nur „Experten für Brause, Backfisch oder Bonbons“. Die Digitalisierung schreite in ihrem Berufsfeld so schnell voran wie in kaum einer anderen Branche. „Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik. Das macht die Jobs nicht nur für Mechatroniker und Computerspezialisten interessant. Die neuen Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten – vom Ausprobieren neuer Rezepte bis hin zur App-basierten Kommunikation mit dem Verbraucher“, so Karim Peters.

Weitere Infos rund um Berufe in der Ernährungsindustrie und offene Ausbildungsplätze vor Ort gibt es auf der „Azubi-Börse“ der Arbeitsagentur unter www.berufenet.arbeitsagentur.de im Internet. Wer noch keine Lehrstelle gefunden hat, sollte zudem einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE