Bezirksligaauftakt: Teutonia Kleinenbroich schlägt Dormagen zum Auftakt

Fußball : Nur Teutonia Kleinenbroich geht als Sieger vom Platz

Bezirksliga: Jüchen und Uedesheim trennen sich Unentschieden im Topspiel. Kaarst und „Roki“ ebenfalls mit Punkteteilungen.

Bis auf die Teutonen aus Kleinenbroich erlebten alle anderen heimischen Bezirksligisten in der Gruppe drei einen Stotterstart. Gleich drei Punkteteilungen gab es in Spielen mit Kreis-Beteiligung, wobei der ein oder andere Klub mit dieser Ausbeute besser fahren dürfte. Dormagen machte sich bei der Auftaktniederlage das Leben unnötig selber schwer.

TSV Bayer Dormagen – SC Teutonia Kleinenbroich 1:3 (0:2). „Das Ding haben wir selber in die Tonne getreten, aber mit vollem Anlauf“. Frank Lambertz, Trainer des TSV Bayer Dormagen, war nach der Auftaktniederlage gegen Kleinenbroich bedient. „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen, auch wenn wir gerade in der Anfangsphase das ein oder andere Mal Glück hatten“, freut sich hingegen Siegertrainer Norbert Müller. Am Anfang sah noch alles gut aus beim TSV, der schwungvoll in die Partie startete und Teutonia in die Defensive drückte, die sich  nur mit langen Bällen wehrte. Einer dieser Bälle rutschte dann durch und bescherte seiner Mannschaft durch Patrick vorn Hüls nach 23 Minuten den Führungstreffer. Fünf Minuten später war es wieder Patrick vorn Hüls, der einen Fehler im Aufbauspiel ausnutzte und zum 2:0 einschob. „Wir haben ihnen die Tore selbst aufgelegt, das waren quasi zwei Eigentore“, so Lambertz. Dominik Klouth machte zehn Minuten vor Ende mit seinem Treffer zum 3:0 den Sack dann endgültig zu. Wieworas Treffer in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.

SG Kaarst – SpVg Odenkirchen 2:2 (1:1). Andre Jansen, Trainer der SG Kaarst, wusste unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch nicht ganz, ob er sich über das Ergebnis „freuen oder ärgern soll“. In einem qualitativ überschaubaren Spiel gegen den Landesliga-Absteiger Odenkirchen gingen die Kaarster auf eigener Anlage durch einen von Rene Noack verwandelten Foulelfmeter in Führung. Durch zwei Gegentore kurz vor und nach der Pause war die Führung jedoch ebenso schnell verloren. „Es gab viele Fehler auf beiden Seiten. Bei uns hat man in vielen Phasen gesehen, dass es einigen Spielern einfach noch an Erfahrung fehlt“, war Jansen nicht ganz zufrieden mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft. Umso erfreulicher war dann der Ausgleichtreffer von Marcel Stojkovic eine Viertelstunde vor Schluss.

VfL Jüchen/Garzweiler – SV Uedesheim 1:1 (1:1). Schon nach drei Minuten entschied der Unparteiische auf Elfmeter für Uedesheim. „Für mich war das kein Elfmeter. Da weiß der Schiri selber nicht, was der pfeift“, ärgert sich VfL-Trainer Marcel Winkens über die Entscheidung des Unparteiischen, von der sich seine Mannschaft erst einmal erholen musste. Denn Karam Ramadan verwandelte sicher für den SV. Danach versuchte Jüchen alles, um zurück ins Spiel zu finden, doch hatte Schwierigkeiten sich ans Uedesheimer Spiel zu gewöhnen. „Die haben die Bälle permanent hinten rausgeschlagen. Da war nichts mit offensiv, was sie ja eigentlich zeigen wollten“, tat sich Winkens schwer mit Dalibor Dobras Konzept. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Jüchens Baran Bal dann doch noch der Ausgleichstreffer. „Ein blödes Tor“, wie Dobras, Trainer der Uedesheimer, fand. „Es hätte sich keiner beschweren können, wenn wir heute drei Punkte mitgenommen hätten“, sah Dobras seine Mannschaft mit leichten Vorteilen. Am Ende zeigten sich beide Trainer dann doch irgendwie zufrieden mit dem „gerechten“ Unentschieden zum Auftakt in die neue Saison.

TDFV Viersen – SG Rommerskirchen/Gilbach 0:0. Torlos endete das Bezirksliga-Comeback der SG in Viersen. Coach Zellmann, dem zum Auftakt elf Spieler fehlten, konnte sich mit dem Punktgewinn anfreunden. In der ersten Halbzeit sah es zunächst nicht nach einem Erfolg für die SG aus. „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet. Vielleicht wären wir etwas nervös“, versuchte Zellmann den verschlafenen Start seiner Jungs zu erklären. In der zweiten Hälfte fand sein Team immer besser in die Partie und Francesco Sidero hatte fünf Minuten vor Ende noch die Riesenchance auf den Siegtreffer. In der Nachspielzeit musste Viersens Isiklar nach einer Tätigkeit abseits des Spielgeschehens noch mit „Rot“ vom Platz.

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