Mönchengladbach: Im Hockeypark geht es im November um Olympia

Hockey : Über Mönchengladbach nach Tokio?

Am 3. und 4. November geht es im Hockey-Park für die deutschen Nationalmannschaften um das Ticket zu den Olympischen Spielen 2020. Die Qualifikation ist wichtig, weiß Mats Grambusch.

Am 2. und 3. November geht es um die nahe Zukunft des Deutschen Hockeysports. Im Mönchengladbacher Hockey-Park stehen die Qualifikationsspiele für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio auf dem Programm. Bei der Auslosung am Montagmittag loste Thierry Weil, der CEO des Welthockeyverbandes FIH, der deutschen Damen-Nationalmannschaft Italien als Gegner zu, während es die deutschen Herren mit Österreich zu tun bekommen werden.

In zwei K.o.-Duellen geht es dann um Alles oder Nichts. Der Gewinner darf in Tokio starten, der Verlierer verpasst das größte Highlight im Hockeykalender und damit viel öffentliches Interesse.  Für das deutsche Hockey würden zudem ausbleibende Förderungen und mögliche neue Sponsoren ausbleiben.

Dass die Entscheidungsspiele in Mönchengladbach ausgetragen werden, kommt nicht überraschend und macht die Wichtigkeit der Veranstaltung deutlich. Der Deutsche Hockeybund erhofft sich eine große Atmosphäre mit großer Zuschauerzahl. Der Hockey-Park ist hockeytechnisch da nicht zu toppen.

Geht das erste November-Wochenende nicht gut aus, so wäre das ein großer Schlag für Hockey-Deutschland. Denn, so bitter es auch klingt, der Hockeysport fristet trotz aller Erfolge in der Vergangenheit noch immer ein Schattendasein.

Welt- und Europameisterschaften werden positiv wahrgenommen, bei Olympischen  Spielen verfällt Deutschland grundsätzlich in ein Hockeyfieber, aber ansonsten ist es meist ruhig um den Sport mit der Hartgummikugel. Umso wichtiger ist es, dass die Nationalteams Anfang November in Topform sind, wenn es gegen die Außenseiter Italien und Österreich geht. Im Normallfall müssten beide Teams die Hürde nehmen können, doch K.o.-Duelle  sind nun mal extrem unberechenbar.

Deutschlands Kapitän, der Mönchengladbacher Mats Grambusch, freut sich auf die prestigereichen Duelle. „Ich bin ehrlich gesagt sehr glücklich, dass wir gegen Österreich und beispielsweise nicht gegen Pakistan antreten müssen. Die europäischen Teams kennen wir, was bei den Pakistanis gar nicht der Fall ist, wodurch die Vorbereitung deutlich schwieriger gewesen wäre“, sagte der 26-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion.

Dass die entscheidenden Partien in seiner Heimatstadt stattfinden, begrüßt Grambusch natürlich. „Bei der ProLeague waren gegen die Niederlande knapp 3000 Zuschauer im Stadion. Ich hoffe, dass wir die Zahl bei diesen extrem wichtigen Spielen toppen können. Wir brauchen bei den vier Partien den Support von Hockey-Deutschland, um unser großes Ziel zu erreichen. Die Olympischen Spiele sind für einen Hockeysportler einfach das Allergrößte“, sagte Grambusch.

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