Mönchengladbach: Der TV Geistenbeck und der Rheydter TV sind Handball-Stadtmeister

Handball : Doppeltes Titel-Comeback

Bei den Handball-Stadtmeisterschaften in der Jahnhalle lag bei den Männer wie 2017 der TV Geistenbeck vorn, bei den Frauen holte sich der im Vorjahr abgelöste Seriensieger Rheydter TV den Pokal zurück.

Es hat ein doppeltes Comeback bei den Stadtmeisterschaften in der Jahnhalle gegeben. Eines davon war ein eher überraschendes, mit dem anderen wurden die Verhältnisse wieder zurechtgerückt. Das war bei den Handballerinnen der Stadt so. Im Vorjahr hatte der ATV Biesel den Seriensieger Rheydter TV abgelöst. „Jetzt haben wir uns den Titel zurückgeholt“, sagte Trainer Manfred Wählen, der mit dem Oberligisten sowohl in der Vor- als auch in der Endrunde alle Spiele gewann. 88 Tore schaffte der RTV auf dem Weg zum Triumph.

Zurück in der Titel-Rolle: Der Rheydter TV holte sich mit insgesamt sechs siegen 88 Toren seinen 17. Stadtmeister-Pokal. Foto: ja/Dieter Wiechmann

Wählen hat mit seinem Kollegen Thomas Lasseur, der den neuen Männer-Stadtmeister TV Geistenbeck betreut, eines gemeinsam: „Die Stadtmeisterschaft ist nach der Vorbereitung eine sehr wichtige Messlatte für den Saisonstart“, sagte Lasseur. Wählen ist auch dieser Ansicht. „Ich bin optimistisch, was die neue Saison angeht“, sagte er. Im letzten Spiel gab es für den RTV ein klares 12:7 gegen Biesel, das dieses Mal nicht mithalten konnte mit dem nun 17-maligen Stadtmeister. „Überzeugend“ fand Wählen zu Recht die Darbietungen seiner Spielerinnen an beiden Turniertagen.

Das war auch das Fazit von Lasseur. Die entscheidende Partie auf dem Weg zum Titel war der Sieg gegen den stets favorisierten Oberligisten Borussia. Geistenbeck führte hier schnell 3:0, was für Borussias Trainer Tobias Elis vorentscheidend war. „Wir hatten einen anderen Matchplan“, gestand er. Sein Team kam zwar heran, lief aber doch immer irgendwie hinterher. Jens Herrmanns und Nicolas Reinartz hob derweil Lasseur in diesem Spiel besonders hervor. „Sie haben uns gegen Borussia getragen“, so Lasseur.

Der Weg zum Titel war kein leichter für Geistenbeck. Im ersten Spiel gegen Ausrichter Turnerschaft Lürrip gab es ein 7:7. Dafür, dass es überhaupt einen Punkt gab, sorgte Timo Hüpperlings Tor Sekunden vor der Schlusssirene. Borussia indes konnte aus dem Unentschieden der beiden Verbandsligisten keine Vorteile ziehen. Immerhin brachte das abschließende 10:7 gegen die Turnerschaft Platz zwei. „Mittel“ war danach die Gesamtbewertung der Stadtmeisterschaft aus der Sicht von Elis.

Lasseur hatte da schon mehr Grund zur Euphorie. Zumal seine Mannschaft zwei Verletzungen wegsteckte. Beide Torhüter erwischte es. Zunächst knickte Alex Lausberg beim Aufwärmen um, dann kugelte sich Florian Nordmann den Finger aus im Spiel gegen den TV 1848. Greta Engelke vom ATV Biesel, in der Notfallambulanz des Elisabeth-Krankenhauses tätig, renkte das Gelenk am Spielfeldrand wieder ein. Doch spielen konnte Nordmann nicht mehr. Da waren indes nur noch etwas mehr als zwei Minuten zu spielen und Julian Krücken, der nun das Torwarttrikot überstreifte, bekam keinen Ball mehr auf das Tor.

Mit dem 16:3 gegen den TV 1848 machte Geistenbeck letztlich das Stadtmeister-Comeback klar. Lürrip hätte im letzten Spiel gegen Borussia turmhoch siegen müssen, um noch vorbeizuziehen. Doch schnell war klar, dass das nicht gelingen würde. So konnten die Geistenbecker entspannt die 20 Minuten abwarten, bevor sie ganz offiziell als Stadtmeister 2019 feststanden. „Die Stadtmeisterschaft ist eine gute Veranstaltung für den Handball der Stadt“, sagte Lasseur. Das findet er nicht nur, weil sein TV Geistenbeck wieder Stadtmeister ist.

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