Wahlkampfteam entschuldigt sich SPD hängt Wahlplakate einen Tag zu früh auf

Leverkusen · Das erste Skandälchen im Wahlkampf ist da. Freitagvormittag lächelte SPD-Oberbürgermeisterkandidat Uwe Richrath von einem großen Wahlplakat an der Von-Ketteler-Straße/Ecke im Steinfeld. Und Richrath lächelte einen Tag zu früh.

 Das Großplakat von Uwe Richrath an der Von-Ketteler-Straße ist vorerst wieder umgelegt worden.

Das Großplakat von Uwe Richrath an der Von-Ketteler-Straße ist vorerst wieder umgelegt worden.

Foto: Uwe Miserius

Laut Wahlplakatierungsregelung in der Stadt dürfen Parteien ihre Wahlwerbung exakt sechs Wochen vor dem Wahltermin – in diesem Jahr ist das der 13. September – aufhängen und aufstellen.

Laut Stadt ist der Stichtag für die Plakatierung Samstag, 1. August. „Daran müssen sich alle halten, für den Herrn Oberbürgermeister dürfen keine Sonderregelungen gelten“, schimpft am Freitag unter anderem Karl Schweiger, der für die Bürgerliste als OB-Kandidat antritt und seine Plakatierungsaktion „an den von der Stadt zugewiesenen Stellen“ ab Mitternacht starten will.

Das SPD-Wahlkampfteam entschuldigt sich Freitagmittag für den Frühstart. „Es ist alles regelkonform beauftragt worden bei einem Dienstleister“, sagt Ralf Johanns. Da der aber auch in Bonn plakatiere und dort bereits das Plakatieren erlaubt sei, „hat der Dienstleister gedacht, er baut in Leverkusen auch gleich mit auf“. Die Firma sei aber umgehend beauftragt worden, weiteres Aufbauen am Freitag einzustellen und bereits aufgebaute Plakate „niederzulegen“, bis es offiziell losgehen darf. Vorgearbeitet hat am Freitag auch Bernd Miesen von der CDU und sein Konterfei an der Kölner Straße aufgehängt. Auch Frank Schönberger, der OB-Kandidat der CDU, hat die ersten Laternenpfosten in Lützenkirchen erobert

Die Stadt entscheidet am Freitagmittag: „Es wird niemand verpflichtet, die Plakate wieder abzunehmen, weil es weniger als zwölf Stunden bis zum offiziellen Start sind. Aber es wird dokumentiert“, sagt eine Sprecherin.

(LH)