Konjunktur und Corona IHK-Umfrage: vorsichtiger Optimismus in tiefer Krise

Köln/Leverkusen · Die Pandemie hat die Unternehmen in der IHK-Region Köln, zu der auch Leverkusen gehört, weiter fest im Griff, denn in nahezu allen Branchen berichten viele Betriebe auch im Sommer von schwächeren Umsätzen und drückenden Liquiditätsengpässen.

 Die Gastronomie bekam die Krise während des Lockdowns besonders hart zu spüren, doch geht es langsam aufwärts.

Die Gastronomie bekam die Krise während des Lockdowns besonders hart zu spüren, doch geht es langsam aufwärts.

Foto: dpa/Robert Michael

 Das geht aus dem Sonderkonjunkturbericht hervor, den die IHK Köln jetzt vorgelegt hat. Er basiert auf den Umfrageergebnissen von fünf Befragungen von Unternehmen zwischen Anfang März und Ende Juni.

Nachdem zahlreiche Unternehmen im Gefolge von Abstandsregeln und Hygienevorschriften ihr Geschäft wiederaufgenommen haben, richtet sich ihr Blick nach vorne. „Nach dem historischen Einbruch im Frühjahr waren die Geschäfte der meisten Betriebe am Boden. Auch ihre Erwartungen für die nächsten Monate waren so pessimistisch wie seit der Finanzkrise nicht mehr“, erklärt Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Köln. In diesem düsteren Stimmungsbild gibt es einen Hoffnungsschimmer. Soénius: „In Bezug auf die kommenden zwölf Monate äußern sich Unternehmen im IHK-Bezirk erstmals wieder vorsichtig optimistisch“. Mehr als ein Drittel der Unternehmen geht inzwischen davon aus, dass sich die Geschäftserwartung in den kommenden zwölf Monaten verbessert. Rund ein Viertel glaubt, dass sich die Geschäfte verschlechtern. Und über 40 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Rückkehr zur Normalität der Geschäfte im Jahr 2021, zehn Prozent können sich das erst nach 2021 vorstellen.

(bu)