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HSG Krefeld Niederrhein muss um die Play-off-Teilnahme zittern

Handball-Aufstiegsrunde : HSG Krefeld Niederrhein muss um die Play-off-Teilnahme zittern

Der Handball-Drittligist unterlag in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga im vorentscheidenden Heimspiel um Platz eins in der Südgruppe dem HC Oppenweiler/Backnang mit 33:38 und muss nun am Sonntag im letzten Gruppenspiel punkten.

Statt an die Tabellenspitze zu stürmen rutschte die HSG Krefeld Niederrhein am Christi-Himmelsfahrts-Tag in der Glockenspitzhalle durch die 33:38 (17:21)-Heimniederlage gegen den HC Oppenweiler/Backnang auf Platz vier der Aufstiegsrunden-Gruppe Süd ab und muss nun am Sonntag (15 Uhr) im letzten Gruppenspiel beim TSB Heilbronn-Horkheim punkten, um als Vierter oder Dritter  in die Play-offs einziehen zu können. Aber auch dann sind die Chancen auf eine Rückkehr in die 2. Bundesliga gering, weil es gleich gegen ein Topteam aus der Nordgruppe geht.

Die erste Halbzeit erinnerte an das erste Gruppenheimspiel der Eagles gegen Hanau, als sie überhaupt nicht in Fahrt kamen und die Gäste mit einem Viertore-Vorsprung in die Kabine gingen. Bis auf den ersten Treffer des Tages durch Maik Schneider und der 4:3-Führug nach vier Minuten liefen die Hausherren stets einem Rückstand hinterher. Sie bissen sich an der aggressiven Abwehr der Schwaben die Zähne aus. Dazu meisterte deren Torwart Müller gleich drei Siebenmeter.

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Gewarnt hatte Krefelds Trainer Maik Pallach vor dem Tempohandball der Gäste, die mit sehr variablen Rückraumspiel sehr schnell zu ihren Treffern kamen. Die HSG-Abwehr fand zunächst überhaupt keine Mittel, den Lauf des Gegners zu stoppen. Dabei hatten die Schwaben aus der Nähe von Stuttgart bereits früh den Ausfall ihres starken Kreisläufers Jakub Stryz zu verdauen. Bei einem Angriff der Eagles kam Maik Schneider zu Fall. Stryz fiel über den Krefeder Angreifer, stürzte extrem unglücklich mit dem Kopf auf den Boden und musste benommen in die Kabine geführt werden. Später verfolgte er das Spiel von der Tribüne aus.

Trainer Pallach schickte zwischenzeitlich Jascha Schmidt für Oliver Krechel zwischen die Pfosten. Die HSG kam auf 16:18 heran, konnte aber das Momentum bis zur Pause nicht auf ihre Seite ziehen und musste zwei weitere Gegentreffer hinnehmen.

Auch nach dem Wechsel sah es nicht nach einer Wende aus. Oppenweiler baute den Vorsprung sogar auf fünf Treffer aus. Durch zwei verwandelte Siebenmeter von Mike Schulz und drei Paraden von Torwart Krechel blieb die HSG auf Tuchfühlung. Doch durch technische Fehler und Fehlwürfe kam es nicht zu einer richtigen Aufholjagd. Da halfen auch weitere Paraden von Torwart Krechel nicht. Die Gäste bauten ihren Vorsprung sogar bis auf sechs Treffer aus und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Gästetrainer Matthias Heinecke sagte nach dem Spiel: „Als nach der Verletzung von Jakub Strýz Youngster Lukas Rauh rein kam und seine Sache gut gemacht hat, hat uns das viel Vertrauen gegeben. Der Sieg ist verdient.“

Das sah auch HSG-Coach Maik Pallach so: „Der Sieg für Oppenweiler ist verdient. Wir hatten bereits nach wenigen Minuten vier Gegentreffer, da wusste man schon, dass es sehr schwer wird. Mit so vielen Gegentoren gewinnt kein Team der Welt ein Spiel. Unsere Abwehr war von der ersten Minute an nicht richtig da. Auch das Torhüterduell haben wir verloren. Es war ein enttäuschender Auftritt, aber am Sonntag können wir in die nächste Runde kommen. Darum haken wir dieses Spiel jetzt ab und schauen nach vorn.“

Mit einem Sieg in Horkheim kann sich die HSG Platz vier und damit die Play-off-Teilnahme sichern. Sollte Hanau als Tabellenfünfter gegen den Dritten TuS Dansenberg gewinnen, könnten die Krefelder mit einem Sieg noch auf Platz drei vorrücken. Auch wenn die Horkheimer das Tabellenende zieren, gibt es keinen Grund, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn sie fegten bei ihrem einzigen Sieg den VfL Pfullingen mit 40:35 aus der Halle.

HSG: Krechel, Schmidt – Milde (2), Basic (2), Schneider (6), Hahn (7), Skorupa (2), Schulz (4/3), Marquis (2), Braun (3), Schoenaker (2), Barwitzki, Brüren (1/1), Jagieniak (1), Srsen (1).