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Michaela Staelberg soll deutschen Frauenachter Schub geben

Im Rudern um Olympia-Tickets : Michaela Staelberg soll deutschen Frauen-Achter Schub geben

Die Krefelderin sitzt am Wochenende bei der Olympia-Qualifikation in Luzern zum ersten Mal im Deutschland-Achter der Frauen. Auch Jonathan Rommelmann und Laurits Follert vertreten die Krefelder Farben.

Rudern ist bei den Olympischen Spielen eine Sportart, die Deutschland die ein oder andere Medaille garantiert. Dazu gehören die beiden Flaggschiffe der Männer und Frauen. Allerdings ist der Frauen-Achter noch nicht in Fahrt und erreichte jüngst bei den Europameisterschaften nur Rang fünf. Das ließ bei den Verantwortlichen des Ruderverbandes Unsicherheit über das Erreichen der Olympiaqualifikation aufkommen. Bundestrainer Morris hat daher zu ungewöhnlichen aber nachvollziehbaren Maßnahmen gegriffen.

Drei Positionen im Frauen-Achter wurden noch einmal neu besetzt. Ungewöhnlich ist diese Entscheidung, weil mit Michaela Staelberg vom Crefelder Ruderclub  und Pia Greiten zwei Skullerinnen ins Team kommen, die sich zuvor um die Plätze im Einer und Doppelvierer beworben hatten. Staelberg musste nach einigen Rückschlägen ihren Platz im Vierer räumen und ist seitdem Ersatzfrau des Doppelvierers.

Der Krefelder Cheftrainer Markus Wöstemeyer ist überzeugt von der Entscheidung des Bundestrainers: „Mit Michi und Pia kommen noch mal zwei physisch sehr starke Athletinnen ins Boot, die auch den Wechsel vom Skullen zum Riemen meistern werden. Dazu kommt noch Tabea aus den USA dazu, die dann wohl die physisch stärkste im Achter sein dürfte.“ Tabea Schendekehl studiert in den USA und rudert dort für ihre Uni. Für die Olympiaqualifikation kehrt sie nach Deutschland zurück.

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Auch Staelberg ist von dem Projekt überzeugt: „Ich freue mich, dass ich aktiv in die Qualifikation eingreifen kann. Ich bleibe weiterhin Ersatzfrau im Vierer, habe aber die Möglichkeit mich mit dem Achter für Tokio zu qualifizieren und dort nicht nur als Ersatzfrau dabei zu sein, sondern auch um olympische Medaillen zu rudern.“

Am Wochenende werden auf dem Rotsee in Luzern die letzten begehrten Startplätze für die olympische Regatta vergeben. In Tokio werden sieben Frauenachter an den Start gehen. Fünf Nationen haben sich bereits 2019 bei den Weltmeisterschaften für die Olympischen Spiele qualifiziert. Zwei weitere Startplätze werden noch über die Qualifikationsregatta vergeben. Die Konkurrenz ist hochkarätig. Bei der Europameisterschaft im April holten die Mitkonkurrenten des deutschen Achters Rumänien, Niederlande und Russland die Medaillen. 

 Acht deutsche Boote bewerben sich noch für die Olympischen Spiele. Darunter auch der Leichtgewichts-Männerdoppelzweier mit Jonathan Rommelmann und der Deutschlandachter mit Laurits Follert, die beide für den Crefelder RC rudern.