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Handball: Frauenteam des TV Aldekerk fordert den SV Allensbach heraus

Drittligist muss sich in Süddeutschland beweisen : ATV-Frauen wollen den nächsten Schritt machen

In der Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga spielt der TV Aldekerk an diesem Samstag beim SV Allensbach. Nach dem 24:23-Erfolg gegen den ESV Regensburg zum Auftakt reist das Team mit viel Selbstvertrauen an.

Während ihre Mannschaft auf dem Feld der Vogteihalle noch ausgelassen den Sieg über den designierten Favoriten aus Regensburg feierte, ging der Blick von Yvonne Fillgert, Trainerin des Frauenhandball-Drittligisten TV Aldekerk, am vergangenen Sonntag direkt schon wieder nach vorne. Ihr Fokus lag schon auf der Partie beim SV Allensbach, der sich ihrem Team am Samstag um 19.30 Uhr in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga entgegenstellen wird.

„Wir hatten zweifellos einen guten Start in diese Aufstiegsrunde, doch der Sieg im ersten Spiel ist fast wertlos, wenn wir unsere gute Leistung nicht in den kommenden Partien bestätigen und wiederholen können“, sagt Fillgert.

Der SV Allensbach hatte seine Auftaktpartie beim MTV Heide mit 25:30 verloren und steht nun bereits in der Pflicht, wenn die Chance auf den Aufstieg weiter am Leben gehalten werden soll. Zum Auftakt hatte der SVA den Start völlig verschlafen und einige Zeit gebraucht, um nach der langen Pause wieder in den Wettkampfmodus zu finden. Nach dem 1:7 hatte das Team mit der elffachen Torschützin Nadja Greinert dann besser ins Spiel gefunden und war ein ebenbürtiger Gegner, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen. Bei insgesamt noch drei ausstehenden Spielen täte jede Niederlage weh und würde den SVA deutlich in die Defensive drücken.

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Der ATV hingegen kann am Samstag den zweiten Sieg anpeilen. Damit hätte er das Ziel Aufstieg zwar noch nicht fest erreicht, doch hätten die Aldekerkerinnen dann schon einen gewichtigen Fuß in der Tür. „Der Sieg gegen Regensburg gibt uns ein gutes Gefühl, aber wir dürfen uns nicht zu sicher sein“, sagt ATV-Kapitänin Svenja Rottwinkel. Sie hat sich mit ihrem Team am Samstagmorgen früh auf die rund 600 Kilometer weite Reise gemacht. „Wir dürfen auf der Fahrt keinesfalls die Konzentration auf das Spiel verlieren. Wir müssen von Beginn an hellwach sein und wollen von der ersten Minute an wieder 110 Prozent geben“, sagt sie.

Die Niederlage der Allensbacherinnen in Heide hat der ATV gesehen und ist sicher vom Trainerteam genau analysiert worden. Doch auch die Mannschaft von Trainer Oliver Lebherz hatte zwei Wochen Zeit, um an den Fehlern der Auftaktpartie zu feilen. Eine Einschätzung des Gegners ist daher schwer. Am Ende kommt es für die Aldekerkerinnen darauf an, die eigene Leistung auf die Platte der Riesenbergsporthalle zu bringen. Schon in der vergangenen Woche hatte der ATV Nervenstärke bewiesen und mit ein wenig Glück den Sieg in der Hand behalten. Das soll jetzt wieder gelingen.

„Allensbach hat in eigener Halle bestimmt einen Vorteil und wird alles daran setzen, die Schlappe aus dem ersten Spiel gegen uns wettzumachen“, sagt Svenja Rottwinkel. „Aber jede von uns brennt auf das Spiel und möchte dem großen Traum schon am Wochenende ein Stück näher kommen.“

Fans in der Halle sind auch in Süddeutschland nicht zugelassen, aber auch hier gibt es eine Live-Übertragung im Internet. Den Link dazu gibt es auf der Homepage des TV Aldekerk unter www.tv-aldekerk.de.