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Tokio 2021: Deutsche Basketballer erreichen Viertelfinale - USA schlägt Tschechien

Durch USA-Sieg gegen Tschechien : Basketballer erreichen trotz eigener Niederlage das Viertelfinale

Die deutschen Basketballer haben den Einzug ins Viertelfinale des olympischen Turniers geschafft. Das Team unterlag zwar dem Medaillenkandidaten Australien im finalen Gruppenspiel mit 76:89. Durch einen Sieg der USA stehen Isaac Bonga und Co. trotzdem in der nächsten Runde.

Die deutschen Basketballer stehen bei den Olympischen Spielen erstmals seit 1992 im Viertelfinale. Nach der eigenen 76:89-Niederlage gegen Australien am Samstagnachmittag (Ortszeit) machte ein 84:119 von Tschechien gegen Gold-Favorit USA am Abend die Qualifikation des Teams von Bundestrainer Henrik Rödl perfekt. Nach dem Erfolg der Amerikaner ist die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds in Tokio einer der beiden besten Gruppendritten. In der ersten K.-o.-Runde trifft Deutschland im Kampf um das Halbfinale am Dienstag in Japan auf den Sieger der Gruppe A (Frankreich) oder C (Slowenien oder Spanien). Die Auslosung findet am Sonntag statt.

Das DBB-Team holte aus drei Begegnungen einen Sieg und landete in der Gruppe B hinter den ungeschlagenen Australiern und Italien. Den einzigen Erfolg gab es gegen den Letzten Nigeria. Damit schneidet die deutsche Mannschaft schon jetzt besser ab als bei der bisher letzten Olympia-Teilnahme. 2008 in Peking war mit Superstar Dirk Nowitzki bereits nach der Gruppenphase Schluss.

Die deutsche Mannschaft verfolgte den Anfang des Spiels zwischen den USA und Tschechien noch vor Ort und machte sich später auf den Weg aus Saitama zurück ins olympische Dorf. Die Amerikaner taten sich gegen den Außenseiter in der Anfangsphase schwer, die Tschechen lagen zu Beginn vorn, mussten sich dann aber noch klar geschlagen geben. US-Superstar Kevin Durant avancierte in der Begegnung zum erfolgreichsten Punktesammler seines Landes in der Olympia-Historie.

 Trotz der Enttäuschung zum Vorrunden-Abschluss scheitert Deutschland also nicht wie bei der letzten Olympia-Teilnahme 2008 in Peking mit Dirk Nowitzki schon in der Vorrunde. In Saitama war Andreas Obst (17 Punkte) bester deutscher Werfer gegen den in Japan ungeschlagenen WM-Vierten Australien.

Nach ihren Siegen gegen Italien und Nigeria traten die Australier selbstbewusst auf. Vor allem NBA-Veteran Patty Mills von den San Antonio Spurs übernahm Verantwortung, konnte den starken deutschen Start aber nicht verhindern. Mit 15:10 führte die DBB-Auswahl und profitierte vor allem von ihren durchdachten Offensive. Während Australien auf den verletzten NBA-Profi Aron Baynes verzichten musste, überzeugten Maodo Lo und Co. mit ihrem guten Teamspiel.

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Dieses hatte am Mittwoch den ersten Sieg gegen Nigeria gebracht. Zum Auftakt hatte die Mannschaft gegen Italien lange geführt, verschenkte einen Erfolg aber in der schwachen Schlussphase. Bereits vor dem Sprungball stand fest, dass Nigeria nach drei Pleiten ausgeschieden und Deutschland mindestens Dritter in der Vorrundengruppe B ist.

Doch in der eigentlich 16 000 Zuschauer fassenden Super Arena wollte sich bei der DBB-Auswahl niemand auf Rechenspiele einlassen. Der zweite Sieg war das klare Ziel, das war auch auf dem Parkett schnell zu merken. 22:18 führte das DBB-Team nach dem ersten Viertel, mehr als 70 Prozent der Wurfversuche fanden den Weg in den Korb. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Kleine Fehler und schlechte Entscheidungen im Angriff sorgten dafür, dass die Boomers wieder knapp in Führung gingen (33:31).

Australien, das in Tokio die erste Olympia-Medaille gewinnen will, trat sehr lange nicht so souverän auf wie in den vorherigen Partien. Zwar zogen sie nach der Pause erstmals auf zehn Punkte davon (50:40), doch mit einem 10:0-Lauf gelang Deutschland sofort wieder der Ausgleich (50:50). Im Schlussviertel wurde die Gegenwehr aber doch gebrochen. Die Begegnung war in den Schlussminuten völlig zerfahren und geprägt von vielen Fehlwürfen, so dass die Australier doch noch ungefährdet gewinnen konnten.

(kron/SID)