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Zwischenfazit Eine von drei Borussia-Leihgaben startet durch

Mönchengladbach · In Jordan Beyer, Moritz Nicolas und Jonas Kersken hat Borussia Mönchengladbach in dieser Saison drei Spieler an andere Vereine verliehen. Die WM-Pause ist ein geeigneter Zeitpunkt, um ein Zwischenfazit zu ziehen und zu schauen, wer bislang wie überzeugt hat.

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Borussias Eigengewächse aus dem Fohlenstall

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Foto: AFP/UWE KRAFT

In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte Borussia Mönchengladbach sechs Spieler verliehen. Aktuell sind es drei, die bei ihren Klubs in England, den Niederlanden und Deutschland versuchen, Spielpraxis zu sammeln. Wie sind die ersten Monate bei ihnen gelaufen? Wir geben einen Überblick.

Jordan Beyer (FC Burnley, 2. Liga in England)
Der Innenverteidiger dürfte zu Beginn der Woche mit ganz breiter Brust zur U21-Nationalmannschaft gereist sein. Beyer ist nicht nur Stammspieler beim FC Burnley, sondern konnte sich am Wochenende über einen 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen die Blackburn Rovers freuen. Unter Trainer Vincent Kompany, der aufgrund seines Standings mitentscheidend für Beyers Wechsel in die englische Championship war, hat Burnley in 21 Spielen erst zwei Niederlagen kassiert. Beyer hat bislang zehn Spiele absolviert und stand zuletzt fünfmal hintereinander über 90 Minuten auf dem Platz – eine Erfahrung, die ihm bei Borussia wohl verwehrt geblieben wäre.

In Burnley, das erst in diesem Sommer aus der Premier League abgestiegen ist, überzeugt Beyer konstant mit guten Leistungen. 91,7 Prozent seiner Pässe kommen an, pro 90 Minuten bringt er es im Schnitt auf 86,7 Ballkontakte. Bei Borussia waren es in der vergangenen Saison 73,4 Ballkontakte pro 90 Minuten, was zeigt, dass Beyer in England noch mal deutlich mehr ins Spiel eingebunden ist. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass Burnley mit einem durchschnittlichen Ballbesitz von 63,7 Prozent den höchsten der Liga hat. Bleibt Beyer fit und Burnley konstant, könnte Beyer am Ende der Saison einen entscheidenden Anteil zur Rückkehr in die Premier League beigetragen haben – und Kompany dürfte dann sicher interessiert daran sein, den Gladbacher fest zu verpflichten.

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Der Zuschauer-Schnitt im Borussia-Park

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Moritz Nicolas (Roda Kerkrade, 2. Liga in den Niederlanden)
Mit 25 Jahren ist Nicolas der älteste Spieler des Leih-Trios. In der Keuken Kampioen Divisie, wie die zweite niederländische Liga offiziell genannt wird, hat Nicolas bislang elf Pflichtspiele über 90 Minuten bestritten. Die nötige Spielpraxis erhält der gebürtige Gladbecker nun im zweiten Jahr hintereinander, in der vergangenen Saison war er Stammtorwart beim Drittligisten Viktoria Köln. Roda Kerkrade steht nach 15 Spieltagen auf Rang neun, zuletzt gab es allerdings fünf Niederlagen in sieben Spielen. 68,2 Prozent der 44 Schüsse auf sein Tor konnte er abwehren, unterm Strich hat er bislang 19 Gegentore kassiert.

Zur Einordnung: Yann Sommer kommt in der bisherigen Bundesliga-Saison auf 77 Prozent, damit liegt er ligaweit auf Rang zwei hinter Union Berlins Frederik Rönnow (79,1 Prozent). Am schwächsten ist die Quote bei den Stammtorhütern der Bundesliga bei Marvin Schwäbe vom 1. FC Köln (56,1 Prozent) und Kevin Trapp (57,9 Prozent). Gerade Trapps Wert zeigt jedoch, dass die Paradenquote nicht gleichbedeutend mit dem Misserfolg eines Teams ist.

Jonas Kersken (SV Meppen, 3. Liga)
Beobachter des SV Meppen könnten behaupten, dass es bergab geht, seitdem Kersken nicht mehr im Tor steht. Denn seit der 22-jährige Torhüter verletzt ist, hat Meppen – genau wie Roda Kerkrade – fünf Niederlagen in sieben Spielen hinnehmen müssen. Bis zu seiner Schulterverletzung Anfang Oktober zeigte Kersken in der 3. Liga teils starke Leistungen und war selbst bei der 0:4-Niederlage gegen 1860 München derjenige, der positiv auffiel und eine noch höhere Pleite verhinderte.

Bei Borussia arbeitet er nach seinem Riss im hinteren Knorpelbereich der Schulter gerade in der Reha an seinem Comeback, im neuen Jahr will er den Meppenern wieder zur Verfügung stehen – und seinen Teil dazu beitragen, dass der Klub nicht den Gang in die Regionalliga antreten muss. Sein Trainer Stefan Krämer dürfte froh sein, bald wieder auf Kersken zurückgreifen zu können. „Er ist ein klasse Torwart, und ohne ihn unter Druck setzen zu wollen, glaube ich, dass der Junge irgendwann in der Bundesliga spielen wird“, hatte Krämer im September gesagt.

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