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Bayer 04 Leverkusen: Edmond Tapsoba wechselt zur Werkself

Transfer bestätigt : Edmond Tapsoba wechselt zur Werkself

Innenverteidiger Edmond Tapsoba unterschreibt bei Bayer Leverkusen einen Vertrag bis 2025. Die Ablösesumme soll zwischen 16 und 18 Millionen Euro liegen. Panagiotis Retsos verlässt den Verein hingegen.

Bis zum Freitagabend wartete Bayer Leverkusen mit der Bestätigung des zweiten Winterzugangs. Nun ist der Transfer fix. Nach dem Argentinier Exequiel Palacios, der zum Jahreswechsel zur Werkself wechselte, verstärkt nun Edmond Tapsoba den Kader des Bundesligisten. Der 1,92 Meter große Innenverteidiger kommt vom portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes, ist 20 Jahre alt und Nationalspieler seines Heimatlandes Burkina Faso.

Er gilt als Zweikampf- und Kopfballstark, intelligent in der Spieleröffnung und verfügt über einen für Defensivspieler erstaunlichen Vorwärtsdrang. In Guimaraes gelangen ihm in dieser Saison in 16 Partien bereits vier Tore und zwei Vorlagen. Am Freitagmittag traf er zum Medizincheck in Leverkusen ein. Die Verhandlungen zogen sich über den Nachmittag hin.

„Sein wirklich großes fußballerisches Potenzial macht Edmond Tapsoba zu einem hochinteressanten Spieler. Wir sind sehr froh, dass wir diesen Transfer so umsetzen konnten“, sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler. Laut Sportdirektor Simon Rolfes vefüge Tapsoba „neben seinen defensiven Qualitäten auch über eine bemerkenswerte Torgefährlichkeit.“

Im Gegenzug wird Panagiotis Retsos an Sheffield United ausgeliehen. Der 2017 von Olympiakos Piräus nach Leverkusen gewechselte Grieche kam nach einer beinahe einjährigen, durch verschiedene Verletzungen geprägten Zwangspause bei Bayer kaum noch zum Einsatz. Auf der Suche nach mehr Spielzeit für seine Entwicklung schließt sich der 21-Jährige nun also dem Premier-League-Klub an.

Ebenfalls bereits zur Rückrunde wird U17-Spieler Florian Wirtz zu Bayer wechseln. Das ehemalige Top-Talent des 1. FC Köln, dessen Vertrag im Sommer auslief, schließt sich mit sofortiger Wirkung dem Werksklub an, wie der Verein am Freitagvormittag mitteilte. Der Wechsel des von vielen Beobachtern als potenzieller Kai-Havertz-Nachfolger gehandelten Mittelfeldspielers hatte für Aufregung zwischen den in enger Rivalität verbundenden Nachbarklubs gesorgt. „Er ist 16 Jahre alt und sehr talentiert. Das wissen wir“, sagte Bayers Trainer Peter Bosz. Er wolle dabei helfen, dass Wirtz eine schöne Karriere hinlege, warnte aber indirekt auch davor, den Nachwuchsspieler bereits so früh mit zu hohen Erwartungen zu überfordern. „Wir werden sehen, wie es läuft.“