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Bayer 04 Leverkusen: Interimstrainer Hannes Wolf helfen nur Ergebnisse

Heimspiel gegen Frankfurt : Bayer und Wolf helfen nur Punkte

Gegen Eintracht Frankfurt geht es für Bayer Leverkusen und Trainer Hannes Wolf am Samstag (18.30 Uhr) die Zukunft. „Wir können ihm nur mit Ergebnissen helfen“, sagt Abwehrchef Sven Bender.

Wie unterschiedlich die Ausgangslage bei Hin- und Rückspielen in der Bundesliga sein kann, zeigt das Beispiel von Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Anfang des Jahres trat die Werkself mit elf Punkten Vorsprung als Tabellenzweiter bei den Hessen an – und verlor 1:2. Am Samstag kommt es bei neun Zählern Rückstand als Sechster zum Wiedersehen im Rheinland (18.30 Uhr/Sky).

Frankfurt steht vier Spieltage vor dem Ende der Saison da, wo Leverkusen gerne wäre: auf einem Champions-League-Platz. Die Partie ist die letzte Chance für Bayer, zumindest die rechnerische Minimalchance auf Rang vier zu wahren. Aber auch sonst stünden der Werkself freilich drei Punkte gut zu Gesicht – immerhin gilt es, im Vierkampf mit Dortmund, Gladbach, Union Berlin und womöglich auch noch Freiburg, mindestens ein Ticket für die Europa League zu lösen.

Auch für Interimscoach Hannes Wolf geht es um viel. Sollte er Bayers schwierige die Saison zu einem versöhnlichen Ende führen, winkt ihm eine Beschäftigung über den Sommer hinaus. Das jedenfalls hatte ihm Sportgeschäftsführer Rudi Völler kurz nach seinem Engagement in Aussicht gestellt. Vier Ligaspiele sind seitdem vergangen und sieben Punkte gewonnen. Das 0:2 beim FC Bayern am vergangenen Dienstag war Wolfs erste Niederlage als Coach des Werksklubs.

Spielerisch konnte die Mannschaft unter seiner Regie bislang nicht nachhaltig überzeugen – auch das ist ein Grund, warum es bislang eher unwahrscheinlich ist, dass aus der Interims- eine Dauerlösung wird. Wolf helfen nur noch Ergebnisse. Das ist auch Sven Bender bewusst. „Ganz, ganz wichtig“ sei das Spiel gegen Frankfurt für Bayers Europapokalambitionen. Für seinen 40-jährigen Coach hat der Routinier, der nach der Saison wie Zwillingsbruder Lars seine Karriere beendet, viel Lob übrig.

„Er ist sehr akribisch, fokussiert, stellt uns extrem gut ein und gibt uns alles an die Hand, was wir für die Spiele brauchen. Aber natürlich liegt es an uns, das auch umzusetzen“, sagte Bender nach dem Spiel in München. Ob Wolf auch über den Sommer hinaus in Leverkusen bleibe, sei eine Entscheidung des Vereins. „Ich glaube, wir können ihm nur mit Ergebnissen helfen – und das sollte unser Ziel sein.“