Stadt Xanten muss zwei Führungspositionen neu besetzen

Personalwechsel in Xanten : Stadt muss zwei Führungspositionen neu besetzen

Harald Rodiek, Leiter des Dienstleistungsbetriebs, und Ordnungsamtsleiter Tobias Fuß verlassen die Stadtverwaltung. Für Fuß gibt es einen Nachfolger.

Gleich zwei führende Mitarbeiter der Stadt werden bis zum Jahresende aus der Stadtverwaltung ausscheiden. Ordnungsamtsleiter Tobias Fuß und der Vorstand des Dienstleistungsbetriebs (DBX), Harald Rodiek, verändern sich beruflich.

Tobias Fuß hat seine Ausbildung 1999 in der Xantener Verwaltung begonnen und über den zweiten Bildungsweg die Qualifikation für den gehobenen Dienst erworben. Seit 2012 leitet er den Fachbereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung. Jetzt wechselt er zur Gemeindeprüfungsanstalt. Sein Vertreter Noah Decker übernimmt die Stelle von Fuß zum 1. Dezember.

Tobias Fuß ist Ordnungsamtsleiter in Xanten. Foto: Armin Fischer (arfi)/Fischer, Armin (afi)

Zum Jahresende legt auch DBX-Vorstand Harald Rodiek sein Amt nieder. „Der Technische Dezernent und Vorsitzende des Verwaltungsrates, Niklas Franke, und ich bedauern diesen Schritt sehr“, sagte Bürgermeister Thomas Görtz im Hauptausschuss. „Herr Rodiek hatte nach einer äußerst schwierigen Zeit des Umbruchs im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Korruptionsskandals um den ehemaligen DBX-Vorstand wesentlichen Anteil an der Umstrukturierung und Neuaufstellung des DBX. Dieser Prozess ist leider noch lange nicht abgeschlossen.“

Nach den Herbstferien wird der Rat in einer nicht öffentlichen Sondersitzung am 31. Oktober über eine Neuausschreibung beraten. Görtz: „Wir möchten möglichst zügig zu einer Nachbesetzung dieser sehr wichtigen Funktion kommen. Eine Stellenbesetzung zum 1. Januar 2020 erscheint jedoch angesichts der kurzen Fristen kaum zu realisieren.“

Rodiek war erst im Februar 2016 als Nachfolger für den freigestellten Vorstand Kurt Reintjes nach Xanten gekommen. Seine Bestellung zum Vorstand läuft eigentlich noch bis 2021. Geboren in Dinslaken, aufgewachsen in Hünxe, ging er in Voerde und Dinslaken zur Schule. Nach dem Studium in Bochum hatte er für Ingenieurbüros gearbeitet. Berufliche Stationen führten ihn nach Emmerich und Wachtendonk. Vor seinem Wechsel in der Domstadt war der Niederrheiner zuletzt in Goch für den Bereich Wasserwirtschaft mit Aufgaben wie Kanal- und Straßenbau sowie für Gewässerschutz zuständig.

Er wolle wieder mehr als Bauingenieur arbeiten, begründet Rodiek gegenüber der Redaktion seinen Schritt. „Ich habe zwei schöne Möglichkeiten, wieder mehr in der Praxis zu arbeiten.“ Die beiden ihm vorliegenden Angebote stammen aus der Privatwirtschaft im Kreis Kleve, so dass er weiter in Xanten wohnen bleiben kann. 1998 war er mit seiner Frau nach Lüttingen umgezogen.

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