TuS 08 Rheinberg sehnt mit neumen Trainer bessere Zeite herbei

Rheinberg leitet Umbruch ein : TuS 08 sehnt bessere Zeiten herbei

Carsten Bücker, der neue Trainer der Rheinberger B-Liga-Mannschaft, hat sich viel vorgenommen. Überhaupt soll sich in der Fußball-Abteilung einiges ändern – unter anderem die Außendarstellung besser werden.

Er steht vor einer Herkulesaufgabe. Darüber ist sich Carsten Bücker im Klaren. Das hat den 39-Jährigen aber nicht davon abgehalten, seinen Stammverein zu verlassen. Bücker, ein Urgestein des TuS Borth, wird in der kommenden Saison die erste Fußball-Mannschaft des TuS 08 Rheinberg übernehmen.

Und dort gebe „es ganz viele Baustellen“, sagt er. Der Coach will eine Mannschaft aufbauen, die auch als solche auf dem Platz auftritt, das Image aufpolieren und „einfach Ruhe reinbekommen“. Hinter dem TuS 08 liegt eine Spielzeit mit mehr Tiefen als Höhen. Es ging sogar lange die Abstiegsangst um. Mit zehn Platzverweisen lag das Team am Ende der Fairness-Tabelle. Während sich die Fußball-Mannschaften der anderen Vereine in Rheinberg sportlich weiterentwickeln, läuft beim Innenstadtverein nicht viel zusammen.

Nach dem Aufstieg der Borther ist der TuS 08 der einzige Rheinberger Club in der Kreisliga B. „Das sollte sich bald ändern“, so Bücker. Denny Ludwig, der neue Sportliche Leiter, habe ihn angesprochen. „Und weil mich das Konzept überzeugt hat, habe ich zugesagt“, erläutert der Trainer. „Carsten ist der ideale Mann für den Neuaufbau einer jungen Mannschaft. Er arbeitet schließlich seit Jahren auch im Nachwuchsbereich“, sagt Ludwig.

Der neue Kader ist fast zusammen. 20 Feldspielern und drei Torhütern sollen das TuS 08-Trikot tragen. Routiniers wie Daoud Quizou, Ercan Kiraz, Mustafa Köse, die wohl alle zur DJK Lintfort wechseln, oder Marcel Loosberg sind weg.

Eine Führungsrolle auf dem Platz könnten Vitus Spieß oder Ludwig selber übernehmen. Die zwei Keeper Raphael Boeing und Klaus Balthazar Heller bleiben den Rheinbergern erhalten. Aus Borth bringt Bücker Luca Uzkureit und Marcel Meister mit. „Wir wollen, dass es sportlich wieder nach oben geht, vielleicht nicht nächstes oder übernächstes Jahr, aber die A-Liga muss das Ziel sein“, so Ludwig. Und Ralf Kuhlen, der Abteilungsleiter, ergänzt: „Carsten hat keinen Druck. Der Umbruch ist groß. Wichtig ist, dass wir die vielen jungen Spieler integrieren.“

Am 2. Juli bittet Bücker zum ersten Training. Er wird den Balltretern dann nochmals mit Nachdruck mitteilen, was er von ihnen in dem anstehenden Jahr erwartet: Auch Disziplin und eine bessere Außendarstellung des Vereins spielen da eine Rolle. „Wenn am Ende der Saison ein sauberer Mittelfeldplatz in der Tabelle herauskäme, wäre das schon okay“, sagt Bücker, der eine bessere Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft anstrebt. „Ein Verein im Verein darf es nicht geben.“ Ein Satz, den Kuhlen und Ludwig sofort unterschreiben. Wie der Sportliche Leiter sagt, wird auf jeden Fall eine „Reserve“ am Spielbetrieb angemeldet. Coach ist Bekim Rückert.

Auch der Abteilungsleiter spricht von etlichen offenen Baustellen – nicht nur bei den Seniorenfußballern. Die Strukturen stimmten nicht, als er dazukam. Zudem fehlen Jugendtrainer. „Natürlich wollen wir wieder mehr Nachwuchsmannschaften stellen.“ Doch dazu müsse der TuS 08 als Verein wahrgenommen werden, in dem ein funktionierender Vorstand tätig ist. So soll auch das Sommerfest mit Hopsburg und weiteren Aktionen am 7. Juli auf dem Platzanlage zeigen, dass es beim Innenstadtverein bergauf geht. Dass Funktionäre da sind, die halten, was sie versprechen. „Wir wollen beweisen, dass sich bei uns was tut“, sagt Kuhlen.

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