TuS Xanten spielt in der Aufstiegsrunde gegen TuS Asterlagen

Relegationsrunde zur Kreisliga A : Xanten will Aufstiegschance beim Schopfe packen

Die Voraussetzungen für das erste Relegationsspiel zur A-Liga am Samstag gegen den TuS Asterlagen sind jedoch nicht optimal.

Zum siebten Mal spielt der Fußballkreis Moers seinen letzten noch zu vergebenden Platz in der Kreisliga A mit Hilfe einer Relegationsrunde aus. Mit dem TuS Xanten und dem TuS Asterlagen eröffnen die beiden aufstiegshungrigen Tabellenzweiten der B-Liga-Gruppen ham Samstag um 16 Uhr auf dem Fürstenberg die Dreier-Runde. Der SV Büderich, der seinen Platz in der A-Liga verteidigen muss, steigt am Mittwoch ins Rennen ein.

Selten seit 2013 dürfte es so schwer gewesen sein, einen Favoriten für das abschließende sportliche Spektakel zu benennen. Alle drei Mannschaften haben sich das Ticket erst in allerletzter Minute sichern können – der Adrenalinpegel wird überall noch extrem hoch sein. „Die Relegation ist ein Glücksfall für uns“, sagt Büderichs Trainer Stefan Tebbe, dessen Team dank eines furiosen Endspurts den FC Neukirchen-Vluyn noch hinter sich ließ.

Auch in den B-Ligen fielen die Entscheidungen mit dem letzten Spieltag. Der zuvor schon scheinbar abgeschlagene TuS Xanten profitierte dabei von Punktabzügen der DJK Lintfort II am grünen Tisch und behauptete sich dann im direkten Aufeinandertreffen. Und der TuS Asterlagen wird sich bedanken, dass der Mitstreiter TV Kapellen in seinem letzten Spiel böse patzte und den Duisburgern doch noch den Vorzug ließ.

„Wichtig ist eben nicht, was zwischendurch einmal war, sondern was am Ende herauskommt“, erklärt Rachid Riad. Mit dem 3:2-Sieg in Lintfort hatte Xanten ein besonderes Geschenk für ihren Trainer parat, der just am vergangenen Sonntag seinen 48. Geburtstag feierte. „Ich habe aber nie die Hoffnung auf unsere Aufstiegschance verloren“, bekräftigt Riad, „selbst wenn keiner mehr an uns geglaubt hat.“

Die Chance gilt es jetzt, beim Schopfe zu packen. „Die Relegation haben wir erreicht, jetzt werden wir natürlich alles daran setzen, dass es auch mit dem Aufstieg klappt.“ Für den Coach, der nach der Relegation sein Traineramt aus beruflichen Gründen niederlegen wird und dessen Nachfolger Thomas Dörrer bereits in den Startlöchern steht, schließt sich mit dem Duell gegen Asterlagen ein Kreis. Sein erstes Spiel auf der Xantener Trainerbank endete vor etwas mehr als 14 Monaten mit einer 1:2-Niederlage eben gegen den TuS – vom Abstieg in die Kreisliga B blieben beide Teams nicht verschont.

„Es wird diesmal eine andere Xantener Mannschaft auf dem Platz stehen“, ist sich Riad vor seinem letzten Heimspiel am Fürstenberg gewiss. „Jeder kennt seine Aufgabe und alle gehen diszipliniert in die Begegnung“, verspricht der Trainer, der mit argen Personalproblemen zu kämpfen hat. Seit Wochen muss Riad auf die Langzeitverletzten Patrick Biegala, Christian Dörper und Andreas Pfeil verzichten. Dion Rückbeil und Cüneyt Rabe werden gesperrt fehlen. Zu allem Überfluss fallen die A-Junioren wegen ihrer Abschlussfahrt nach Griechenland aus. „Da muss ich wohl selber noch die Tasche packen“, stellt sich Riad auf den Ernstfall ein. „Wir haben uns jedenfalls gründlich auf den Gegner vorbereitet“, fährt er fort.

Asterlagens Trainer und ein Großteil der Mannschaft kennt er, die passenden Ideen hat er bereits. „Mit einer guten Taktik ist jeder Gegner zu schlagen“, ist er überzeugt. gibt’s einen Favoriten? „Nein“, sagt Riad. „Weder für das Spiel noch für die gesamte Relegation.“ Wichtig ist ja sowieso nur, was am Ende herauskommt.

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