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Fußballschule von Borussia Mönchengladbach gastiert in Lüttingen

70 Kinder trainieren auf der Anlage im Fischerdorf : In der FohlenFußballschule

Borussia Mönchengladbach vor Ort – Nachwuchstrainer des Bundesligisten sind noch bis Sonntag in Lüttingen.

Im Eingangsbereich der Platzanlage des SSV Lüttingen flattern zwei große weiße Fahnen im Wind. Auf der linken ist eine Raute mit einem großen „B“ abgebildet, auf der rechten steht „FohlenFußballschule“. Borussia Mönchengladbach ist für drei Tage zu Gast im Fischerdorf. 70 Kinder zwischen sechs und 14 Jahren haben sich für das mobile Feriencamp des Bundesligisten angemeldet.

Joachim Schleuter lehnt an der Bande. Mit einer Kaffeetasse in der Hand schaut er auf den Kunstrasen, auf dem gerade Mädchen und Jungen, aufgeteilt in zwei Kleingruppen, den Trainern zuhören. Schleuter ist derjenige, der die „FohlenFußballschule“ nach Lüttingen geholt hat. Der Jugend-Geschäftsführer des SSV hatte den Bundesliga-Club kontaktiert. „Ich habe einfach mal hingeschrieben und war überrascht, dass ich schnell eine positive Antwort erhalten habe.“ Die Freude war groß bei ihm. Schließlich ist Schleuter glühender Fan der Borussia.

 Ludger Ferdenhert trainiert beim Fohlen-Camp in Lüttingen mit den kleinen Torhütern.
Ludger Ferdenhert trainiert beim Fohlen-Camp in Lüttingen mit den kleinen Torhütern. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Die Mönchengladbacher sind erstmals mit ihrem mobilen Fußballcamp nach Xanten gekommen. „In dieser Region am Niederrhein waren wir überhaupt noch nicht“, sagt Norman Wittekopf, der Bereichsleiter der FohlenFußballschule. Die Bedingungen in Lüttingen seien ideal „mit den drei Kunstrasen-Feldern“. Wittekopf: „Hier gibt es kurze Wege, das Vereinsheim ist toll und die Infrastruktur stimmt – fast so gut wie in Mönchengladbach.“ Es werde eine langfristige Zusammenarbeit angestebt. Heißt: Die FohlenFußballschule wird öfter nach Lüttingen kommen. „Wir wollen eine Tradition daraus machen und das Projekt nachhaltig leben“, sagt der Mitarbeiter des Bundesliga-Fünften.

Wittekopf muss schmunzeln, als er auf dem Kunstrasen einen Nachwuchskicker mit der Trainingsjacke des 1. FC Köln entdeckt. „Wir sind da sehr tolerant“, sagt er mit einem vielsagenden Grinsen. „Für uns ist wichtig, dass die Kinder Fußball spielen, in den drei Tagen viele Ballkontakte haben, oft aufs Tor schießen und – idealerweise – einige Dinge dazulernen.“

Mia jedenfalls hat mächtig Spaß in Lüttingen. Sie drückt eigentlich Borussia Dortmund die Daumen. Doch die Achtjährige aus Hönnepel macht gerne eine Ausnahme, wenn sie selber auf dem Platz steht, wie Papa Alfred Deckers weiß. Die Jugendspielerin der DJK Appeldorn war auch schon bei einem der Tagescamps im Borussia-Park dabei. Fünf Trainer kümmern sich bis Sonntag in Lüttingen um die 70 Kinder. Drei der Übungsleiter sind beim Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Borussia tätig. Die Trainingsarbeit basiert auf der Philosophie, Konzeption sowie den Ausbildungsleitlinien des NLZ des Bundesligisten.

Die Übungsleiter des VfL lassen sich in Lüttingen gerne über die Schultern schauen. Ein reger Austausch mit Jugendtrainern des SSV ist sogar ausdrücklich erwünscht, sagt Wittekopf. Es sei eine Hospitanz. „Wir leben halt unsere Partnerschaft mit den Clubs vor Ort.“ Auch deshalb ist Joachim Schleuter froh, dass die FohlenFußballschule nach Lüttingen gekommen ist.