BC AGB Xanten mit Sieg und Niederlage in 2. Dreiband-Bundesliga

2. Dreiband-Bundesliga : Zwei Punkte anvisiert – drei geholt

Die Dreiband-Spieler des BC Xanten gewinnen unverhofft beim Tabellendritten Coesfeld. Einen Tag später ist man gegen den SCB Langendamm aber chancenlos.

Das beiden letzten Auswärtspartien der Saison in der 2. Dreiband-Bundesliga sind für die Akteure des Billardclub Xanten erfolgreicher verlaufen, als erhofft. In Coesfeld konnten sich die Domstädter durchsetzen, einen Tag später war in Langendamm aber nichts zu holen.

BG Coesfeld - BC AGB Xanten 2:6: Es wurde das angekündigte Match, in dem alles möglich war. Das Team aus Xanten wusste seine Chancen zu nutzen und freute sich wieder einmal über die große Fan-Unterstützung.

In der ersten Runde gingen Herman Kleinpenning und Uwe Arndt für die Domstädter an den Tisch. Doch zunächst sah es sie gar nicht gut aus. Die Coesfelder kamen viel besser ins Spiel und lagen bereits nach wenigen Aufnahmen weit vorne. Erst zur Mitte der Partie konnte ein konzentrierter Kleinpenning immer weiter zu seinem Kontrahenten aufschliessen. Auch Arndt versuchte alles, um den Vorsprung seines Gegners zu verringern. Der Coesfelder machte aber keine Fehler mehr und beendete Partie in 35 Aufnahmen mit 40:30. Kleinpenning sah hingegen seine Chance. Er kämpfte hartnäckig und konnte bei 30 Punkten zum ersten Mal in Führung gehen. Sein Gegner konnte danach nicht mehr mithalten, Kleinpenning gewann die wichtige Partie mit 40:35 in 53 Aufnahmen.

An Postion zwei bekam es Roger Liere mit Jörg Schertl zu tun. Der Xantener fand direkt seinen Rhythmus und kontrollierte das Geschehen. Mit einer guten Partie beendete Liere das Spiel mit 40:31 in 33 Aufnahmen. Ein Punkt war den Xantenern nun schon sicher. Spitzenspieler Huub Wilkowski konnte nun die erneute Sensation perfekt machen. Er musste gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Andreas Niehaus an den Tisch. Beide Spieler nutzen ihre Chancen und schenkten sich nichts. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Kein Akteur konnte entscheidend davon ziehen, die Führung wechselte ständig. Mit großen Kampf zeigte Wilkowski wieder einmal, wie wichtig er für das Xantener Team ist. Ebenfalls in 33 Aufnahmen entschied er das Spiel mit 40:36 für sich. Ein toller Erfolg, der den Xantenern weitere drei Punkte in der Tabelle bescherte. 

SCB Langendamm - BC AGB Xanten 8:0: Am nächsten Tag waren die Xantener dann aber regelrecht zur falschen Zeit, am falschen Ort. Die gastgebenden Langendammer aus der Nähe von Hannover spielten ihre beste Mannschaftsleistung, seit sie in der Bundesliga agieren. Lediglich Rudy Gerritsen und Roger Liere konnten ihre Partien etwas spannender gestalten.

Zunächst erwischte es in der ersten Runde Herman Kleinpenning. Nach einem Start auf Augenhöhe setzte sich der Langendammer Dennis Lendeckel bis zur Halbzeit um zehn Ball ab und wurde im Verlauf des Spiels immer sicherer. Kleinpenning hingegen wurden wenige Chancen geboten, um in sein Spiel zu finden. Am Ende hieß es 40:22 in 39 Aufnahmen für Lendeckel. Am anderen Tisch lief es bei Rudy Gerritsen gegen Thomas Ahrens erst besser. Er führte im ersten Drittel immer mit einem geringen Vorsprung. Erst in der Mitte der Partie kippte das Gschehen zu Gunsten von Ahrens. Er behaupte die Führung bis zum Schluß und gewann 40:33 in 38 Aufnahmen.

In der zweiten Runde sah es am Ende auch nicht besser aus. Uwe Arndt konnte zu Beginn seiner Partie gegen bekam einen gut aufgelegten Marcel Decker noch gut mithalten. Doch am Ende konnte der Langendammer einen sicheren Sieg mit 40:24 in 27 Aufnahmen einfahren. Am anderen Tisch hatte Roger Liere gegen Weltmeisterin Therese Klompenhouwer ebenfalls kein leichtes Spiel. Bis zur Halbzeitpause entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau. Danach kam Klompenhouwer dann deutlich besser in die Partie. Einige Aufnahmen lang bekam Liere kaum die Chance, ins Spiel einzugreifen. Klompenhouwer nutzte das gnadenlos aus und erspielte sich einen sicheren Vorsprung. Liere legte zwar nochmal nach, verlor aber mit 35:40 in 33 Aufnahmen.

Trotz dieser klaren Niederlage war es dennoch ein gelungenes Wochenende für die Domstädter. Mit vier Punkten Vorsprung auf Platz sechs gehen sie nun in zwei Wochen in das letzte Spielwochenende der Saison. Gegen Berlin und Hamburg möchte man noch die nötigen Punkte einfahren, um die erste Bundesliga-Saison in der oberen Tabellenhälfte abzuschließen – was ein fantastisches Ergebnis darstellen würde.

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