Xantener Billardspieler gewinnen in Berlin und Hamburg

Dreiband-Mannschaft sammelt sechs Punkte ein: Der BC Xanten rockt die 2. Bundesliga

Die Dreiband-Mannschaft beendete die Hinrunde mit zwei Auswärtssiegen. In Hamburg gewann der Aufsteiger mit 5:3. Keine 24 Stunden später legten die Domstädter in Berlin einen 8:0-Erfolg nach. Der Lohn: Tabellenplatz drei.

Länger als gedacht dauerte die Rückreise aus der Bundeshauptstadt. Wegen eines Unfalls auf der Autobahn 2 stand der Reisebus mit den Zweitliga-Spielern des Billardclub Xanten und deren Anhänger im Stau. Nach rund neun Stunden erreichte der Tross am späten Sonntagabend die Domstadt am unteren Niederrhein. Langeweile kam bei der Reisegruppe während der Fahrt allerdings nicht auf. Mannschaft wie Fans nutzten die Zeit, um auf ein erfolgreiches Wochenende anzustoßen. Das in die 2. Bundesliga aufgestiegene Dreiband-Team kehrte mit sechs Punkten aus Hamburg und Berlin zurück – mehr geht nicht. Die Xantener schlossen die Hinrunde damit als Tabellendritter ab.

„Wer hätte das gedacht. Damit haben wir unser großes Ziel, nicht gleich wieder abzusteigen, eigentlich schon erreicht“, sagte Roger Liere. Der Kapitän schwärmte von der „unglaublichen Stimmung“ während der Partien. „Die Heim-Mannschaften waren von den Socken, wie wir angefeuert wurden. Die Gästefans waren eindeutig in der Überzahl.“ Und die tolle Unterstützung steckte an. Die Xantener Spieler riefen ihr Bestleistung ab. So wurde die BG Hamburg mit 5:3 und tags darauf Schlusslicht BA Berlin mit 8:0 bezwungen. „Die Bilanz ist schon ein Träumchen“, meinte Liere, der den Höhenflug aber nicht überwertet. „Das ist eine schöne Momentaufnahme. Aber mit den beiden ersten Mannschaften in der Tabelle können und wollen wir uns nicht messen.“

In Hamburg traf in der ersten Runde Uwe Arndt auf Thomas Neumann und Herman Kleinpenning auf Lars Trogisch. Einen Favoriten gab’s nicht. Es entwickelten sich reine Kampfpartien. Am Ende hatte Arndt mit 40:36 in 60 Aufnahmen die Nase vorn. Kleinpenning unterlag mit 36:40. Huub Wilkowski bekam es anschließend mit Torsten Lechelt zu, und Roger Liere sah sich Kai Vogel gegenüber.

Wilkowski legte los wie die Feuerwehr. Eine Serie nach der anderen brachte nach nur einigen Aufnahmen einen Riesenvorsprung. Der Xantener fühlte sich pudelwohl und triumphierte „mit einer Weltklasseleistung“, so Liere. Seine Bilanz: 40:15 in 18 Aufnahmen bei einem Gesamtdurchschnitt von 2,22.

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Auf dem anderen Tisch lief es zunächst für den Kapitän nicht so gut. In der Mitte der Begegnung waren die Kontrahenten gleichauf. Erst kurz vor Schluss setzte sich Liere etwas ab. Aber Vogel legte wieder nach und beendete die Partie in der 39. Aufnahme. Liere musste im Nachstoß noch einen Ball schaffen – das gelang. Sein Unentschieden brachte den 5:3-Erfolg.

Im Duell in Berlin waren die Gäste leicht favorisiert. Kleinpenning trat gegen Dieter Semmler, Arndt gegen Martin Witt an. Beide Xantener erspielten sich schnell Führungen. Die Berliner glichen bis zur Mitte der Partie allerdings aus. In der zweiten Hälfte spielten die Gäste sehr konzentriert weiter und verschafften sich wieder Vorteile. Kleinpenning gewann mit 40:30 in 45 Aufnahmen, Arndt mit 40:36 in 49 Aufnahmen.

Liere hatte gegen Selahattin Yigit mehr Mühe als gedacht. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau mit leichten Vorteilen für den Xantener. Liere siegte mit der Tagesbestleistung (40:30 in 28 Aufnahmen). Wilkowski bekam es mit einem gut aufgelegten Martin Ulbig zu tun. Der Xantener musste einem Rückstand hinterherlaufen, kam aber heran. Keiner konnte sich richtig absetzen. Beim Stand von 36:34 für Ulbig spielte Wilkowski eine Serie von sechs Punkten und machte den Sack zu.

Liere lobte im Namen seiner Mitspieler noch den Vorstand des BC Xanten, der in Zusammenarbeit mit Team-Mitglied Dietmar Klösters für eine „perfekt geplante Bustour“ gesorgt habe.

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