Billard : BC Xanten glückt Zweitliga-Start

Die aufgestiegene Dreiband-Mannschaft gewann die erste Saison-Partie mit 6:2. Die Niederlage im zweiten Spiel war eingeplant. Kapitän Roger Liere und seine Teamkollegen hatten zunächst mit der Nervosität zu kämpfen.   

Roger Liere hat schon einiges erlebt am Billardtisch. Seit rund 30 Jahren spielt er für diverse Vereine um Bundesliga-Punkte. Doch auch ihm war im Vereinsheim des BC „Am grünen Brett“ Xanten die Anspannung deutlich anzumerken, als er mit der hemischen Dreiband-Mannschaft an die großen Tische trat. Für die Domstädter begann mit einem Doppel-Spieltag das Zweitliga-Abenteuer. „Die Erwartungshaltung war schon groß. Und da wollte ich nicht so ganz schlecht aussehen“, sagte Liere, der Kapitän des Aufsteigers. Der ehemalige GBX-Vorsitzende hatte die sportlichen Ambitionen in Xanten angestoßen und hinter den Kulissen daran mitgearbeitet, dass sich der Club den Aufstieg „leisten kann“.

Und es passte zum Zweitliga-Auftakt, dass sich der Neuling im ersten Spiel den ersten „Dreier“ sicherte. Die zweite Mannschaft der Bottroper Billard Akademie wurde mit 6:2 bezwungen. Nach etwas nervösem Start setzten sich Huub Wilkowski und Liere deutlich durch. Wilkowski gewann mit 40:19 in 33 Aufnahmen und lieferte damit die beste Partie des Tages ab. Liere brachte seine Begegnung mit 40:20 in 48 Aufnahmen nach Hause. In der zweiten Runde machte Uwe Arndt mit einem 40:33 in 56 Aufnahmen den ersten Erfolg in der neuen Spielklasse perfekt. Lediglich Rudy Gerritsen musste sich mit 35:40 in 60 Aufnahmen geschlagen geben.

Liere: „Die Nervosität und Anspannung war im ersten Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte allen anzumerken – auch unseren Schiedsrichtern und Schreibern.“ Tags darauf standen die Xantener schon gelassener an den Tischen. Es ging gegen den BC Elfenbein Höntrop. Die Gäste gelten wie GT Buer als Titelaspirant. Das gastgebende Quartett verlor zwar mit 2:6, verkaufte sich aber teuer.

„Wir hatten uns einen Punkt verdient und waren nah dran. Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, stärker eingeschätzte Gegner ärgern zu können“, meinte der Kapitän. In der ersten Runde waren für Xanten Herman Kleinpenning und Dietmar Klösters im Einsatz. Kleinpenning lag gegen Matthias Meske auf hohem Niveau bis 22 Ball immer gleich auf. Nach einer kurzen Pause konnte er dem Tempo des Konkurrenten jedoch nicht mehr folgen und musste sich mit 28:40 in 50 Aufnahmen geschlagen geben. Auf dem anderen Tisch fand Klösters überhaupt nicht zu seinem Spiel. Sein Rückstand wuchs schnell an. Em Ende stand eine klare 23:40-Schlappe in 48 Aufnahmen.

Arndt hatte anschließend seinen Rivalen von Anfang an komplett im Griff und spielte konzentriert von Ball zu Ball. Er siegte mit 40:22 in 35 Aufnahmen. An Position 1 gesetzt bekam Liere es mit „einem belgischen Brocken“ zu tun. Martin Spoormans spielt seit zig Jahren in den höchsten Ligen in Holland, Belgien, Frankreich und Deutschland. Der GBX-Kapitän blieb dennoch dran. Zur Halbzeit stand’s gar 21:20 in zwölf Aufnahmen für den Xantener. Danach machte der Belgier mit einer „8er Serie“ auf sich aufmerkam und sorgte für die Vorentscheidung. Liere verließ den Tisch mit einer 31:40-Niederlage (29).

Der BC Xanten geht als Tabellensechster in den dritten Spieltag. „Wenn wir diesen Rang am Ende belegen sollten, wäre unser Ziel erreicht und wir könnten stolz sein“, resümierte Liere, für den es mit seinen Teamkollegen am 29. September in Fuhlenbrock weiter geht.

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