Wermelskirchen: Anke Steinborn übernimmt Hautarzt-Praxis von Henning Harke

Neue Hautärztin in Wermelskirchen : Anke Steinborn übernimmt Praxis

Nach 33 Jahren als Hautarzt in Wermelskirchen geht Henning Harke in Rente. Seine Nachfolgerin ist 46 Jahre alt und kommt gebürtig aus Sachsen-Anhalt.

In der Carl-Leverkus-Straße geht eine Ära zuende. 33 Jahre führte Henning Harke dort seine Hautarztpraxis. Zum 1. April ist Schluss. Harke geht in Rente. Seine Nachfolgerin wird Anke Steinborn.

„Ich hatte vor zwei, drei Jahren schon einmal Kontakt zu Dr. Harke“, sagt Steinborn. „Als es nun um seine Nachfolge ging, hat er mich angerufen und wir kamen schnell ins Geschäft.“ Die 46-Jährige Steinborn wohnt in Velbert, wo es die gebürtige Sachsen-Anhaltinerin aus privaten Gründen hinzog.

Sie arbeitete zunächst ein Jahr in einer Praxis in Essen. Als 2002 ihre Tochter zur Welt kam, legte sie eine zweijährige Berufspause ein. Zuletzt arbeitete sie 14 Jahre lang in der Hautarztpraxis im Alleecenter in Remscheid. „Daher kenne ich auch schon einige Wermelskirchener“, sagt sie. Irgendwann könnte Steinborn auch zu einer waschechten Wermelskirchenerin werden. Mittelfristig möchte sie näher an ihre zukünftige Praxis ziehen.

Von dieser Praxis muss sich Henning Harke nun trennen. „Nach 33 Jahren ist das schon ein komisches Gefühl“, sagt er. Gerade überwiegt bei ihm ein wenig die Wehmut. Aber das wechsle sich ab – „je nach Tagesform“. Harke, der urprünglich aus Wuppertal kommt, freut sich ebenso darauf, mehr Zeit für seine Hobbys zu haben. Seit einem Jahr ist er Großvater. Außerdem reist er mit seinem Frau leidenschaftlich gerne. Die ganz fernen Ziele müssen aber noch ein wenig warten. „Meine Frau muss noch drei Jahre arbeiten“, sagt Harke. So ganz in die Vollzeit-Rente wechselt er allerdings auch noch nicht. Für die AOK übernimmt er weiterhin die betriebliche Hautkrebsvorsorge.

Harkes Praxisteam bleibt auch nach der Übernahme durch Anke Steinborn erhalten. Die Nachfolgerin möchte am 23. April loslegen. Bis dahin wird noch renoviert. „Wir werden die Optik ein wenig ändern“, sagt Steinborn. In ihrem Studium in Halle (Saale) hatte sie zunächst mit der Gefäßchirurgie geliebäugelt. Nach ihrem praktischen Jahr entschied sie sich jedoch für die Dermatologie. „Das hat mir sehr gefallen. Die Arbeit ist äußerst vielseitig und man hat mit Menschen aller Altersgruppen zu tun“. Interessant sei auch, dass Haut und Psyche oft zusammenhängen.

In ihrer Freizeit fotografiert Steinborn gerne, geht raus in die Natur oder widmet sich nach Feierabend der Literatur. „Gerne was zum Entspannen“, wie sie sagt. Von ihren Fotokünsten werden sich die Patienten bald selbst überzeugen können. Einige ihrer Bilder wird sie in der Praxis aufhängen.

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